Unterversorgung von tausenden Patienten in Kärnten verhindern

FPÖ präsentiert konkrete Lösungsvorschläge

Die Freiheitlichen orten eine Unterversorgung von tausenden Patienten in den Landesspitälern. Diese hätten wegen der Corona-Krise erst 80 Prozent ihrer Leistungen hochgefahren. In einer Pressekonferenz präsentierten Kärntens FPÖ-Chef Gernot Darmann und FPÖ-Gesundheitssprecher Harald Trettenbrein Lösungsvorschläge der Freiheitlichen.

„Mit Beginn der Corona-Krise wurde die Patientenversorgung in den Kärntner Spitälern zwei Monate lang heruntergefahren und nun werden die Krankenhäuser laut Angaben des Landes nur auf 80 % ihrer Kapazitäten hochgefahren. Es besteht die Gefahr, dass der schon entstandene und weiter entstehende Rückstau an Operationen und Untersuchungen nicht bewältigt wird und Patienten unterversorgt bleiben“, erklärt Darmann. Darauf haben auch bereits Experten hingewiesen.

15.000 Patienten weniger behandelt

Um den Rückstau an Behandlungen in den Krankenhäusern aufzuarbeiten, sollte in jenen Abteilungen, wo es die längsten Wartelisten gibt, möglich gemacht werden, auf hundert Prozent der Versorgungsleistung hochzufahren. „Wie sollen mit 80 % der Leistung 100 % der aktuellen Patienten versorgt werden und überdies tausende verschobene Operationen und Untersuchungen nachgeholt werden?“, so Darmann. FPÖ-Gesundheitssprecher Trettenbrein ergänzt, dass die Landesspitäler heuer laut KABEG-Quartalsbericht 15.000 Patienten weniger als geplant behandeln werden. „Wohin sollen die Betroffenen? Auch bei niedergelassenen Kassenärzten gibt es teilweise monatelange Wartezeiten.“

Eine weitere Forderung der Freiheitlichen lautet, Eingriffe in Landeshospitälern, die über Wochen verzögert werden, auch in Ordensspitälern – wie bei den Elisabethinen oder in St. Veit bzw. Friesach – abzuarbeiten. Mit dem Krankenhaus Spittal an der Drau und dem Unfallkrankenhaus Klagenfurt, aber auch mit Privatkliniken könnte zusammen gearbeitet werden. Die Freiheitlichen fordern daher SPÖ-Gesundheitsreferentin Beate Prettner zu einem Gesundheitsgipfel auf, um offen über die Problematik zu diskutieren. Wie Darmann und Trettenbrein betonen, gehe es um keine Schuldzuweisungen, sondern vielmehr um einen Schulterschluss aller Parteien. „Wir strecken SPÖ-Gesundheitsreferentin Beate Prettner die Hand aus, um gemeinsam über alle Parteigrenzen hinweg Lösungen zu erarbeiten und für die Zukunft sicherzustellen, dass keine Probleme mehr auftreten“, so Darmann.

 

 

 

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