Direktvermarkter brauchen Rechtssicherheit

Die Strafen, welche die BH St. Veit gegen Landwirte ausschickt, die ihre Produkte rund um die Uhr in „Selbstbedienungshütten“ anbieten, sind ein vollkommen falsches Signal. Die Gesellschaft sollte diese Initiative der Bauern unterstützen und nicht erschweren. Was haben die Bauern davon, wenn ihnen ÖVP-Agrarreferent LR Martin Gruber eine Gesetzesänderung verspricht, aber bis dahin Direktvermarkter mit Strafen belegt werden?

Bis der Nationalrat das Öffnungszeitengesetz ändert, sollte Landeshauptmann Peter Kaiser mit einer Verordnung Rechtssicherheit für die Bauern schaffen. Die erforderliche Begründung, ein starkes regionales Interesse, ist zweifellos gegeben.

Die Selbstbedienungshütten sind besonders seit der Corona-Krise in aller Munde und haben auch während des Lockdowns für Ernährungssicherheit gesorgt. Aber auch schon vor dieser Zeit waren diese Verkaufshütten eine wichtige Einnahmequelle für die wirtschaftlich bedrängten Landwirte. Sie sind ein wichtiger Beitrag gegen das Bauernsterben.

Es kann nicht sein, dass man unseren tüchtigen Bauern, die es ohnehin schon schwer genug haben, am Markt zu überleben, eine mit Fleiß, Mühe und Risiko aufgebaut Einnahmequelle wegnimmt.

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