AKW Krsko: Höchstes Erdbebenrisiko von allen Atomkraftwerken in Europa

Immer wieder sorgt das grenznahe slowenische AKW Krsko für Diskussionen und Proteste aus Kärnten. Slowenien will nun einen zweiten Block bauen und den alten Block zusätzlich um 20 Jahre länger nutzen. Die Ausbaupläne Sloweniens zeigen einmal mehr, dass der Widerstand aus Kärnten bisher keinen Erfolg hatte. Das Thema wird bei der Konferenz der Umweltreferenten erneut auf die Tagesordnung gesetzt.

Slowenien wollte das AKW ohne Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) ausbauen, diese Entscheidung wurde vom slowenischen Verwaltungsgerichtshof nach Protesten von Umweltorganisationen gekippt. Nun ist klar, es wird eine UVP geben, allerdings nur eine nationale, keine grenzüberschreitende, wie von Kärnten und der Steiermark seit Langem gefordert.

Gefahr für Österreich und Mitteleuropa

Die FPÖ tritt weiter massiv gegen die Laufzeitverlängerung des Risiko-AKW Krsko ein. „Laut Seismologen weist Krsko von allen Atomkraftwerken Europas das höchste Erdbebenrisiko auf. Nicht zuletzt das Erdbeben im März dieses Jahres hat gezeigt, dass das AKW Krsko eine tickende Zeitbombe ist. Daher muss das bestehende Atomkraftwerk ehestmöglich geschlossen werden und erst recht darf kein neuer, zweiter Reaktor errichtet werden. Jeder Tag, an dem das AKW Krsko weiterbetrieben wird, gefährdet auch die Zukunft Österreichs und Mitteleuropas. Daher muss die EU eine Laufzeitverlängerung und die Errichtung eines neuen Atommülllagers in Krsko verhindern und ist zugleich aufgefordert, Slowenien beim raschen Ausstieg aus der Atomkraft und der Forcierung erneuerbarer Energieformen zu unterstützen“, betont Kärntens FPÖ-Chef Gernot Darmann.

 

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