Aus Freitesten werden Eintrittstests

Verpflichtende Tests für gewisse Berufsgruppen

Nach dem gescheiterten „Freitesten“ hat sich die Regierung mit der SPÖ und den Sozialpartnern auf eine neue Corona-Teststrategie geeinigt. So soll ein negatives Testergebnis künftig Voraussetzung für den Besuch von Veranstaltungen, Krankenhäusern und Hotels sein. Auch bestimmte Berufsgruppen und Schüler sollen sich regelmäßig testen lassen.

Klar abgelehnt wird die neue Teststrategie von der FPÖ. Klubchef Herbert Kickl wirft der SPÖ vor, umgefallen zu sein und spricht von einem „Freitesten mit einem anderen Mascherl“, das nun zum Dauerzustand werde. „Der vorliegende Entwurf sieht ein ‚Eintrittstesten‘ jedenfalls für Veranstaltungen und Hotels vor. Ob auch Restaurants von der vage gehaltenen Formulierung umfasst sind, wird noch zu prüfen sein“, so Kickl. „Natürlich ist das nichts anderes als das bisherige ‚Freitesten‘. Wer nicht mitmacht, wird vom gesellschaftlichen Leben ausgeschlossen!“

Scharfe Kritik äußerte die FPÖ vor allem am wöchentlichen Testzwang für Schüler. „Der Hinweis auf die Freiwilligkeit ist nur Makulatur, denn es ist davon auszugehen, dass hier Minderjährige unter massiven sozialen Druck gesetzt werden, sich durch ihre Teilnahme an den Tests die Kennzeichnung mit FFP-2-Masken zu ersparen. Das ist übelster Psycho-Terror gegen unsere Kinder“, so der freiheitliche Klubobmann. Die Maßnahme sei auch völlig unverhältnismäßig, wenn, wie derzeit behauptet, Gastronomiebesuche ohne Test möglich seien.

Testwut hält Zahl der positiven Ergebnisse künstlich hoch

„Die Testwut ist erheblich dafür mitverantwortlich, dass die Zahl der positiven Ergebnisse nicht sinkt. Je mehr in eine überwiegend gesunde Bevölkerung hineingetestet wird, umso mehr falsch positive Ergebnisse erhält man. Und trotzdem will die Regierung die Testerei noch weiter ausbauen. Man gewinnt fast den Eindruck, dass hier mit Absicht versucht wird, Argumente für noch längere Lockdowns und damit permanente Freiheitseinschränkungen zu liefern – so lange, bis sich die Österreicher an die vom Kanzler propagierte ‚neue Normalität‘ gewöhnt haben“, befürchtet Kickl.

Generell sei es höchste Zeit, den Lockdown zu beenden und sich vom Konzept der sinnlosen Massentests zu verabschieden. „Nur dadurch wird Freiheit garantiert und kann die Gesundheit mit sinnvollen Hygiene- und Abstandsmaßnahmen genauso geschützt werden wie Arbeit und Wirtschaft“, erklärt der FPÖ-Klubobmann.

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