Fehlendes Wolfsmanagement: Furcht vor weiteren Attacken!

In der Sitzung des Landwirtschaftsausschusses im Nationalrat wird seitens des FPÖ Parlamentsklubs abermals ein Antrag eingebracht, um den hohen Schutzstatus von Wölfen herabzusetzen. Bis dato lehnte die ÖVP sämtliche Anträge zu dieser Thematik ab. Auch in Kärnten wird die Thematik rund um Problemwölfe seit Jahren heiß diskutiert, dass noch immer kleine Lösung in Sicht ist, stößt vor allem dem freiheitlichen Vizepräsidenten der Kärntner Landwirtschaftskammer, Manfred Muhr, sauer auf: „Es kann nicht sein, dass eine solch massive Ausbreitung der Wölfe weiterhin unbegrenzt möglich ist, während unsere Bauern um ihre Schafe und Weidetiere bangen müssen. Hier wird Tierleid bewusst in Kauf genommen!“

Auch der geschäftsführende FPÖ-Landesparteiobmann und NAbg. Erwin Angerer kritisiert einmal mehr die Gefährdung der Kärntner Kultur- und Tourismuslandschaft durch „völlig veraltete Richtlinien, die es den Wölfen ermöglichen, sich Siedlungsgebieten zu nähern. Wir brauchen eine österreichweite ,Wolfsverordnung‘, um ein längst überfälliges Wolfsmanagement einzuführen. Es ist irrsinnig, dass der Schutzstatus von Wölfen derart hoch angesetzt wird, während unsere Almwirtschaft Wolfsattacken gegenüber hilflos ausgeliefert ist und auch das Gefahrenpotenzial für Menschen zunimmt!“

Muhr appellierte an die ÖVP, in dieser Causa „endlich Vernunft walten zu lassen. Eine Partei, die sich als Bauernvertretung versteht, darf nicht länger zuschauen, wie unsere traditionelle Berg- und Kulturlandwirtschaft Opfer einer überholten Gesetzeslage wird. Viele unserer Bauern müssen tagtäglich in der Ungewissheit schlafen gehen, ob ein Wolf auf ihrer Weide zuschlägt oder nicht. Hier muss es doch auch seitens der ÖVP die Bereitschaft geben, eine Änderung in den sogenannten FFH-Richtlinien herbeizuführen, zumal sogar der Bauernbund einen solchen Antrag in der Landwirtschaftskammer letztes Jahr unterstützt hat!“

Absage der Wiesenmärkte: Schwere Verluste für regionale Wirtschaft!

Marktfieranten und Schausteller stehen vor dem Ruin – Massiver Schaden für Gastronomiebetriebe – Sofortige Abschaffung der 3-G-Regel notwendig

Die kürzlch bekannt gegebene neuerliche Absage der Wiesenmärkte in St. Veit und Bleiburg und des Kolomonimarktes ist existenzbedrohend für die regionale Wirtschaft! Nachdem diese großen Volksfeste bereits im Vorjahr abgesagt wurden und es keine Hilfe für die betroffenen Betriebe gab, stehen nun die noch vorhandenen Marktfieranten und Schausteller in Kärnten endgültig vor dem Ruin! Aber auch für die regionalen Gastronomiebetreibe bedeutet die Absage nach dem Endlos-Lockdown bis Mai nun einen weiteren massiven Schaden. „Ich fordere die SPÖ-ÖVP-Landesregierung auf, sofort aktiv zu werden und in Gesprächen mit der Bundesregierung noch eine Durchführung der Kärntner Volksfeste möglich zu machen“, erklärt der gf. Kärntner FPÖ-Landesparteiobmann NAbg. Erwin Angerer in einer Reaktion.

Die Absagen seien vollkommen unverständlich, da Kärnten aktuell nur mehr eine 7-Tages-Inzidenz von 2,1 aufweist. „Weniger geht nicht mehr. Mit gutem Willen sind diese Veranstaltungen daher jedenfalls durchführbar! Dafür muss die Regierung aber die schikanösen Zugangsbeschränkungen durch die 3-G-Regel sofort wieder abschaffen. Die Bürger und die Wirtschaft in Österreich brauchen wieder die volle Freiheit, die ihnen die Bundesregierung genommen hat und leider weiter nimmt“, betont Angerer. Im Übrigen sei eine Durchführung des Harley-Treffens am Faaker See mit zehntausenden internationalen Gästen heuer sehr wohl möglich, während die Wiesenmärkte abgesagt werden.

Der geschäftsführende FPÖ-Landesparteiobmann erinnert auch daran, dass die FPÖ bereits im Vorjahr eine Soforthilfe des Bundes für alle Schausteller und Marktfieranten gefordert hat, aber diese Hilfe von ÖVP und Grünen im Nationalrat abgelehnt wurde. „Für jeden einzelnen Schausteller und Marktfieranten, der sein Geschäft spätestens jetzt aufgeben muss, trägt die Bundesregierung die volle Verantwortung“, so Angerer, der die Regierung auffordert, endlich aufzuwachen und die Wirtschaft nicht weiter zu behindern.

Unglaublich: Schlägerungen im Naturschutzgebiet genehmigt

SPÖ und ÖVP beschlossen einen seltsamen Tausch: kein Schutz im Tal, mehr Schutz auf Berghängen

„Im Landtag erlebten wir bei der gestrigen Sitzung die Kapitulation von SPÖ-Naturschutzreferentin Sara Schaar vor den Interessen eines großen Forstunternehmens mit besten parteipolitischen Beziehungen. SPÖ und ÖVP hoben den Schutz für 80 Hektar des waldreichen Naturschutzgebietes Bodental-Vertatscha in der Talsohle auf und öffnen damit den Weg für eine gewinnträchtige Ausbeutung dieses Gebietes. Der Druck des Kapitals war offenbar so groß, dass die Landesregierung den Schutz dieses Gebietes aufhob“, erklärt FPÖ-Umwelt- und Naturschutzsprecher LAbg. Christoph Staudacher.

„Statt dieses Naturjuwel zu vergrößern und mehr Flächen unter Schutz zu stellen, ließen sich SPÖ und ÖVP auf ein merkwürdiges Tauschgeschäft ein: Kein Schutz mehr für 80 leicht zugängliche und gut bewirtschaftbare Hektar Wald im Tal, dafür neuer Schutz für 220 schwer zugängliche und schwer bewirtschaftbare Hektar auf dem Berg an der Grenze zu Slowenien“, berichtet Staudacher.

Er zeigt sich auch verwundert darüber, wie die Naturschutzabteilung im zuständigen Landtagsausschuss diese Transaktion begründet hat. Der zuständige Beamte meinte im Ausschuss, dass der Antragsteller mit vielen Anwälten angetanzt kam, damit die zuständige SPÖ-Referentin Sara Schaar die bestehende Schutzverordnung im Bodental ändere.

Schaar sollte den Weg frei machen für eine von Naturschutzauflagen unbelastete intensive Nutzung von bisher geschützten Wäldern. „Tatsächlich hat Schaar diesen Wunsch erfüllt und der Regierung eine neue Verordnung mit geändertem Schutzplan vorgelegt. SPÖ und ÖVP haben dem in der Regierung und im Landtag zugestimmt!“, kritisiert Staudacher. Die FPÖ habe dies als einzige Partei abgelehnt.

Staudacher befürchtet, dass dieses Beispiel Schule machen könnte. „Wenn es so einfach war, ein Schutzgebiet für eine bessere wirtschaftliche Verwertung freizubekommen, werden dies auch andere probieren. Oder war dies nur ein Sonderfall mit besonders guten Beziehungen zur SPÖ?“, fragt Staudacher. Dieser möglicherweise parteipolitisch motivierte Sündenfall zeige, dass der Naturschutz für die SPÖ nur eine propagandistische Überschrift zur Stimmenmaximierung bei Wahlen ist, stellt der FPÖ-Abgeordnete fest.

Angerer: Wir brauchen eine Strukturreform!

Erwin Angerer: „Wir müssen den Wirtschaftsturbo zünden, sonst überholen uns andere“

„Grundsätzlich freut es mich, dass wir endlich positive Nachrichten für unsere Unternehmen haben. Es darf aber nicht vergessen werden, dass es sich hier lediglich um Zahlen am Papier handelt, die an der Realität oftmals vorbeigehen. Die sich nun scheinbar verbessernde Lage bringt den vielen Betrieben, die bereits aufgrund der restriktiven Corona-Maßnahmen der schwarz-grünen Regierung schließen mussten, aber leider nichts“, sagte heute FPÖ-Wirtschaftssprecher NAbg. Erwin Angerer zur aktuellen Wifo/IHS-Konjunkturprognose. „Wir brauchen endlich eine Strukturreform und müssen in den Bereichen der Digitalisierung und Ökologisierung der Wirtschaft rasch aufholen“, so Angerer weiter.

Der FPÖ-Wirtschaftssprecher verwies darauf, dass man nicht außer Acht lassen dürfe, dass sich die Wirtschaft in Österreich wohl besser erhole als gedacht, aber wir würden dennoch im EU-Schnitt weit hinterherhinken. „Gerade im Bereich der digitalen Wirtschaft und Ökologisierung der Wirtschaft verliert Österreich stetig an Boden. Andere Nationen haben uns schon lange überholt, und wenn es nicht bald zur notwendigen Strukturreform kommt, werden wir wohl am ‚wirtschaftspolitischen Pannenstreifen‘ liegen bleiben. Im World Competitiveness Yearbook 2021 haben wir einige Plätze eingebüßt, vor allem im Bereich der Regierungseffizienz landen wir nur mehr im Mittelfeld“, erklärte Angerer.

Auch die mit der Krise einhergehenden Preissteigerungen am Rohstoffsektor sind für Angerer weiterhin Grund zur Sorge. „Das Risiko, dass es im Bereich von Industriemetallen und Holz zu weiteren Kostenexplosionen kommt, ist nicht gebannt. Dies kann sich erheblich auf Investitionen und den privaten Konsum auswirken, sodass wir uns von den aktuellen Zahlen nicht allzu sehr täuschen lassen dürfen, und weiterhin konsequent Geld in die Hand nehmen müssen, um die heimische Wirtschaft zu unterstützen. Auch sind ÖVP und Grüne nach wie vor gefordert, sich mit der Thematik der schwindelerregenden Preissteigerungen auseinanderzusetzen und eine Untersuchung seitens der Bundeswettbewerbsbehörde einzuleiten“, forderte der FPÖ-Wirtschaftssprecher.

Kärntner FPÖ stellt personelle und inhaltliche Weichen für die Zukunft

Gemeinsam mit BPO Herbert Kickl zeigte sich die Kärntner FPÖ geschlossen und präsentierte sich ganz im Zeichen von „Die Freiheit, die wir meinen“

Bei seinem Besuch bei der erweiterten Landesparteileitung in Kärnten zeigte der freiheitliche Bundesparteiobmann Herbert Kickl einmal mehr seine persönliche und ideologische Verbundenheit zu seinem Heimatbundesland: „Man kann einen Kärntner aus Kärnten herausnehmen, aber niemals Kärnten aus einem Kärntner! Von Dr. Jörg Haider habe ich viel gelernt, er hat den Kampf für die kleinen Leute und für Gerechtigkeit in den Fokus gestellt. Genau diesen geradlinigen und ehrlichen Weg werden wir auch in Zukunft gehen!“

Kickl gratulierte in seiner Ansprache auch dem neuen geschäftsführenden Landesparteiobmann Erwin Angerer zur „Weichenstellung für die Zukunft in Kärnten“. Angerer selbst erklärte, dass man nun gemeinsam mit Klubobmann Mag. Gernot Darmann ein starkes Team für die Landtagswahlen 2023 aufbauen und sich inhaltlich deutlich positionieren würde: „Für uns geht es um Freiheit in jeglicher Hinsicht. ,Die Freiheit, die wir meinen‘ ist mehr als ein Slogan, er präsentiert den freiheitlichen Blick auf die Dinge. Wir wollen Freiheit und Schutz für unsere Almen und keine Windparks! Wir wollen sagen können, dass die Corona-Politik unverhältnismäßige Freiheitsbeschränkungen mit sich gebracht hat, und wir wollen uns das Geld, das den Kärntnern aus den Hypo-Verkaufserlösen zusteht, für nachhaltige Projekte in Kärnten fordern!“

Kärnten muss sich 400 Millionen Euro aus Hypo-Verkaufserlösen sichern!

Der (unnötige) Schaden von 1,2 Milliarden muss begrenzt werden – FPÖ fordert „Zukunftsfonds Neu“ für nachhaltige Kärntner Projekte

„Die Vermögenswerte der Hypo Alpe Adria Bank waren viel werthaltiger als die SPÖ-dominierte Landesregierung es 2016 vermutet hat. Bei ihrem Verkauf kamen 11 Milliarden Euro herein, weit mehr Geld als die Schulden ausgemacht haben. Im Licht dieser Ergebnisse zeigt sich, dass das Land Kärnten völlig unnötig 1,2 Milliarden Euro gezahlt hat. SPÖ-Finanzreferentin LHStv. Schaunig-Kandut hat aber so schlecht verhandelt, dass trotz der hohen Einnahmen kein Anspruch auf Rückzahlung besteht. Es gibt aber eine Möglichkeit, den Schaden zu begrenzen. Kärnten kann sich über 400 Millionen zurückholen“, erklärte der geschäftsführende Kärntner FPÖ-Landesparteichef NAbg. Erwin Angerer heute in einer Pressekonferenz mit FPÖ-Klubobmann Gernot Darmann.

Er beruft sich dabei auf den gemeinsamen Bericht des Bundes- und Landesrechnungshofes. Diesem zufolge hat der Kärntner Ausgleichszahlungsfonds (KAF) nach Kursgewinnen beim Ankauf der Schuldpapiere der Hypo-Gläubiger Erträge von 415,6 Millionen Euro erzielt.

„Dank der hohen Verkaufserlöse sind diese 415 Millionen verfügbar. Es fehlt aber die Zusage des Bundes, dass diese Summe zur Gänze Kärnten zugutekommt. Landeshauptmann Peter Kaiser darf die dringend notwendigen Verhandlungen nicht mehr LHStv. Schaunig überlassen, die 2016 entgegen allen Warnungen die 1,2 Milliarden ohne jede Besserungsklausel für das Land Kärnten hergegeben hat! Kaiser muss das zur Chefsache machen und die 400 Millionen Euro für Kärnten sichern“, forderte Angerer.

Diese Summe sollte dafür verwendet werden, um einen „Zukunftsfonds Neu“ zu schaffen, der wichtige nachhaltige Projekte für Kärnten finanzieren muss. „Die FPÖ wird dies in einem Dringlichkeitsantrag im Kärntner Landtag verlangen“, kündigte FPÖ-Klubobmann Gernot Darmann an.

Neuer Präsident, altbekannte Probleme

Freiheitliche und Unabhängige Bauernschaft ist einzige beständige Kraft in der Kärntner Landwirtschaftskammer

Bei der Vollversammlung der Kärntner Landwirtschaftskammer wurde mit Siegfried Huber (ÖVP-Bauernbund) ein neuer Präsident gewählt. Die neun Kammerräte der Freiheitlichen und Unabhängigen Bauernschaft haben den Wahlvorschlag geschlossen nicht unterstützt. „Mit Siegfried Huber haben wir nun einen neuen Präsidenten und die altbekannten Probleme für den Bauernstand werden weiterhin nicht angegangen werden. Mit Huber kommt der sprichwörtliche neue Wein in alten Schläuchen an die Spitze der Kärntner Landwirtschaftskammer“, so der freiheitliche Vizepräsident Manfred Muhr in einer ersten Reaktion.

Für Muhr sind besonders Beständigkeit und Verlässlichkeit Attribute, welche sich der heimische Bauernstand gerade jetzt von seiner politischen Vertretung erwarten würde. „Wir von der Freiheitlichen und Unabhängigen Bauernschaft sind die einzige beständige Kraft in der Landwirtschaftskammer. Der überhastete Rücktritt von Hans Mößler als Präsident zeigt einmal mehr, dass der ÖVP-Bauernbund mehr mit sich selbst beschäftigt ist, als mit der Arbeit für unsere Landwirte. Sein Nachfolger Huber hat jetzt auch noch mit internen Grabenkämpfen zu tun und wird noch weniger Fokus auf die Agrarpolitik legen können“, so Muhr weiter.

Kurzzeitig durfte Manfred Muhr als erster Vizepräsident heute den Vorsitz übernehmen und im Präsidentenstuhl Platz nehmen. „Heute fand das erste Probesitzen zum Wohle der Kärntner Bauern statt. Im Herbst werden dann Kärntens Landwirte entscheiden, wer dauerhaft ihr künftiger Präsident sein darf. Siegfried Huber wünsche ich alles Gute und freue mich auf eine faire Wahlbewegung zum Wohle unserer heimischen Standeskollegen“, schließt Muhr.

Unterschriftenaktion gegen Windräder in Kärnten

Initiative zum Schutz der Almen und Berggipfel vor Zerstörung

In einer gemeinsamen Pressekonferenz kündigten heute der geschäftsführende FPÖ-Landesparteiobmann NAbg. Erwin Angerer, Klubobmann Gernot Darmann und NAbg. Christian Ragger eine Unterschriftenaktion der FPÖ gegen Windräder in Kärnten an. „Wir spüren aus der Bevölkerung das massive Verlangen, hier Klarheit zu schaffen. Daher werden wir eine Unterschriftenaktion starten, damit es in Kärnten keine weiteren Windkraftprojekte auf unseren Almen und Berggipfel mehr gibt! Wir laden auch alle NGOs ein, die gegen die Windräder auf unseren Bergen auftreten, diese Aktion zu unterstützen“, erklärte Angerer, der beispielhaft Birdlife, den Alpenverein, die Naturfreunde, die Jägerschaft oder die vielen Bürgerinitiativen nannte.

„Man denkt bei der Windkraft oft nur an das einzelne Windrad, das irgendwo steht. Viele denken nicht daran, dass es auch eine zusätzliche Infrastruktur braucht, dass man Straßen hinbauen muss, dass Stromableitungen gebaut werden müssen. Das ist ein massiver Eingriff in die Natur und davor wollen wir unser Land schützen! In der SPÖ-ÖVP-Landesregierung sehen wir, dass einer dem anderen die heiße Kartoffel Windräder hinschiebt und es keine klare Haltung gibt! Daher wollen wir mit dieser Plattform den entsprechenden Druck aufbauen, damit Kärnten nach Vorarlberg, Tirol und Salzburg das nächste Bundesland wird, das den Bau von Windkraftanlagen ausschließt“, betonte der FPÖ-Landesparteiobmann. Sollte es kein Umdenken der Landesregierung und ein Ende der Windkraftprojekte auf den Bergen geben, sei als nächster Schritt eine Volksbefragung denkbar.

Auch FPÖ-Klubobmann Gernot Darmann verwies auf die klare Ablehnung der Windkraftprojekte auf den Kärntner Bergen. „Kärnten ist kein Windkraftland, sondern unsere Stärken liegen in der Sonnenenergie, der Wasserkraft und der Biomasse. Darauf muss der Schwerpunkt der Kärntner Energiepolitik gelegt werden, das fordert die FPÖ seit Jahren im Landtag ein. Es ist ein falsch verstandener Umweltschutzgedanke, unsere noch intakte Bergnatur für den Bau von Windrädern zu zerstören, nur um einigen Betreibern hohe Gewinne zu verschaffen, aber damit zugleich hohe Energiekosten für die Konsumenten inklusive einer zerstörten Natur zu verursachen. Es wäre ein Verbrechen an unserer Natur, an unserer Identität und an unseren Almen, hier weiter mit Industrieanlagen die Landschaft zu verschandeln“, so Darmann. Er kündigte für die nächste Landtagssitzung auch einen Antrag auf Änderung des Raumordnungsgesetzes an, die SPÖ könne dann zeigen, welche Position sie einnimmt.

„Landesrat Fellner hat einmal gesagt, er hasst Windräder, aber zugleich stimmt er in der Regierung mit seinen Parteikollegen immer für neue Windräder. Die FPÖ hat hingegen eine eindeutige Position gegen Windräder und für den Schutz unsere Almen und Berggipfel“, so der Klubobmann.

„Dass wir auf unseren Almen mit Steuergeld Windräder für bayrische Konzerne errichten, ist nicht unser Zugang zur Politik. Wir fordern daher einen Ausbaustopp und eine Absage an die Windkraft in Kärnten. Stattdessen ist ein Ausbau bzw. eine Steigerung der Effizienz bei der Wasserkraft sinnvoll, genauso wie die stärkere Nutzung der Sonnenkraft und Biomasse“, ergänzte FPÖ-Nationalratsabgeordneter Christian Ragger.

Zukunftsakademie gibt nötiges Rüstzeug

In einer Pressekonferenz präsentierte der geschäftsführende FPÖ-Landesparteiobmann NAbg. Erwin Angerer gemeinsam mit Klubobmann LAbg. Gernot Darmann und NAbg. Christian Ragger die neue Zukunftsakademie der Kärntner Freiheitlichen. „Zusammen mit dem Freiheitlichen Bildungsinstitut haben wir eine Zukunftsakademie auf die Beine gestellt, um künftigen Mitarbeitern und Funktionären das Rüstzeug für eine mögliche Regierungsverantwortung mitzugeben. Unser Ziel ist es, wieder in der Landesregierung vertreten zu sein und dort zum Wohl der Kärntner Bevölkerung und unserer Heimat zu arbeiten“, erklärte Angerer. Start der Zukunftsakademie war bereits dieses Wochenende in Bad Kleinkirchheim. Insgesamt 22 Teilnehmer aus allen Bezirken werden bis Herbst 2022 acht Module absolvieren.

Klubobmann Gernot Darmann verwies auf das nötige Fundament für die Jugend. „Die Zukunftsakademie gibt uns die Chance, die Jugend aufzubauen und sie gemeinsam mit Experten aus allen Bereichen heranbilden. Wir geben der Jugend mit der Akademie das Fundament, um als Funktionäre und Mitarbeiter der Zukunft bei den Freiheitlichen aktiv zu sein.“

Mit der Zukunftsakademie werde man sachpolitisch und parteipolitisch die Strukturen der FPÖ schärfen, erklärte Nationalratsabgeordneter Christian Ragger, der das Programm mit Angerer und Darmann ausgearbeitet hat. „Wir wollen eine neue, junge Dynamik in die Partei bringen. Wir haben zwar keinen Jörg Haider mehr, aber wir haben die Erfahrung von Jörg Haider und haben von ihm und seiner Politik viel gelernt. Mit der Zukunftsakademie können wir diese Erfahrung weitergeben. Ein wichtiger Teil ist dabei ein Mentoring-Programm, bei dem ein kompetenter, erfahrener Politiker in Kärnten die jungen Teilnehmer der Akademie begleitet“, so Ragger.

SPÖ und ÖVP stimmen gegen Rehkitzrettung

Unverständliches Verhalten im Landwirtschaftsausschuss des Landtages. Mit FPÖ-Antrag hätte viel Tierleid verhindert werden können.

Bestürzt reagieren FPÖ-Klubobmann Mag. Gernot Darmann und der freiheitliche Vizepräsident der Kärntner Landwirtschaftskammer KR Manfred Muhr darauf, dass im Landwirtschaftsausschuss des Kärntner Landtages der FPÖ-Antrag auf eine finanzielle Unterstützung für den Einsatz von Drohnen mit Wärmebildkameras zur Rehkitzrettung von SPÖ und ÖVP ohne Begründung niedergeschmettert wurde. „Dieses Verhalten ist nicht nachvollziehbar. Denn die anwesenden Auskunftspersonen, unter anderem von der Kärntner Jägerschaft und der Landwirtschaftskammer, haben den Abgeordneten unisono erklärt, dass der Einsatz von Drohnen eine wichtige und effektive Maßnahme zur Kitzrettung darstellt. Mit dem FPÖ-Antrag hätte viel Tierleid verhindert werden können. Leider haben SPÖ und ÖVP aus parteipolitischen Gründen unseren Antrag ohne jegliche Begründung niedergestimmt“, sagt Darmann.

Trotz größter Sorgfalt seitens der Landwirte kämen pro Jahr in Österreich geschätzt bis zu 25.000 Rehkitze durch Mähwerke ums Leben oder würden schwer verletzt. Durch den Einsatz von modernen Drohnen mit Wärmebildkameras biete sich nun die Möglichkeit, schnell und zuverlässig Rehkitze zu orten. So seien mit nur einer einzigen Drohne, die heuer die Kärntner Jägerschaft im Bezirk Klagenfurt Land eingesetzt habe, 65 Rehkitze gerettet worden.

Zwar unterstütze das Land Kärnten seit heurigem Jahr den Ankauf von sogenannten „Kitzrettern“, die an landwirtschaftlichen Maschinen montiert und einen Hochfrequenzton aussenden würden. „Nachteilig bei den Kitzrettern ist jedoch, dass Rehkitze erst ab dem zehnten Lebenstag einen Fluchtinstinkt aufweisen, wodurch die „Kitzretter“ in dieser Zeit nichts bringen würden. Daher fordern wir, dass die Landesregierung den Einsatz von Drohnen mit Wärmebildkameras zur Rehkitzrettung finanziell unterstützen sowie ein entsprechendes Konzept unter Einbindung der Kärntner Jägerschaft und der Landwirtschaftskammer Kärnten ausarbeiten soll“, erklärt Muhr. Die Landwirtschaftskammer stehe dieser Forderung positiv gegenüber und habe in dieser Sache bereits im vergangenen Jahr Kontakt mit der zuständigen Tierschutzreferentin LHStv. Beate Prettner aufgenommen. Diese habe sich über die Initiative erfreut gezeigt. „Mit ihrem Abstimmungsverhalten verhindern die SPÖ-Abgeordneten nicht nur eine gute und sinnvolle Initiative, sondern desavouieren auch ihre eigene Landeshauptmann-Stellvertreterin“, so Muhr abschließend.