Impf-Rückstände bei Kindern aufholen

Fokus auf Corona darf Blick auf Defizite bei anderen Schutzimpfungen nicht verstellen

 „Die Kärntner Gesundheitsämter müssen Rückstände bei Schutzimpfungen von Kindern und Jugendlichen gegen Masern-Mumps, HPV oder Meningokokken-Infektionen aufholen. Der alleinige Fokus auf das Corona-Virus darf den Blick auf bestehende Defizite nicht verstellen“, erklärt die Kärntner FPÖ-Landtagsabgeordnete Mag. Elisabeth Dieringer-Granza.Sie nimmt damit Bezug auf entsprechende Warnungen von Ärzten, welche diese Lücken aufgezeigt haben.

Dieringer vermisst hier notwendige Impf-Initiativen von Gesundheitsreferentin LHStv. Beate Prettner. „Es lässt einen ratlos zurück, wenn Prettner in ihrem Budgetbericht zur Erreichung der Wirkungsziele in der Gesundheitspolitik angibt, dass sich die Gesundheitsämter für 2020 außerstande sahen, die Zahl der verabreichten Schutzimpfungen für Kinder und Jugendliche zu erheben. „Gegen Masern-Mumps sollten jährlich über 90 Prozent aller Kinder bis 3 Jahre nachweislich immunisiert werden. Dieses Ziel wurde bis 2019 regelmäßig erreicht. Für 2020 heißt, dass man gar keinen Prozentsatz anzugeben vermag. Das ist alarmierend“, so Dieringer-Granza.

„Es kann nicht sein, dass man wegen Corona die Gesundheits-Vorsorge in wichtigen anderen Bereichen vernachlässigt“, betont Dieringer. Es sei auch zu bezweifeln, dass die Gesundheitsämter organisatorisch nicht fähig seien, alle jene Impf-Zahlen zu erheben, die sie bisher Jahr für Jahr problemlos gesammelt haben. „Es wäre notwendig, dass man die bestehenden Defizite einbekennt und alles tut, um sie zu beheben“, fordert Dieringer.

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