Angerer will mit FPÖ und vielen neuen Ideen zurück in Regierung

Kürzlich war FPÖ-Landesparteiobmann Erwin Angerer zu Gast bei den Kärntner ORF-Sommergesprächen mit Chefredakteur Bernhard Bieche. Angerer will bei den kommenden Landtagswahlen als Spitzenkandidat der Freiheitlichen antreten, Ziel ist es wieder Regierungsverantwortung zu übernehmen.

Sachpolitisch will Angerer die Lehre wieder attraktiver machen, mit Geld: „Wir wollen eine Lehrabschlussprämie für jeden Lehrling in Höhe von 10.000 Euro haben. Davon 5.000 Euro in bar und 5.000 Euro als Bildungsscheck.“ Auf die Nachfrage, woher das Geld für so eine Lehrabschlussprämie kommen solle, entgegnete Angerer:

„Kärnten hat eine überbordende Verwaltung, das bestätigen uns alle Statistiken. Wir sind in Österreich zusammen mit dem Burgenland diejenigen, die pro Kopf die höchste Verwaltung haben. Die Kärntner Landesregierung hat bei der letzten Änderung der Verfassung in Aussicht gestellt, dass man die Zahl der Regierungsmitglieder verkleinert. Bis heute sitzen sieben Landesrätinnen und Landesräte in der Regierung. Ich wäre sofort dafür, zwei davon abzuschaffen“. Ein Regierungsbüro, so Angerer, koste circa eine Million Euro. Das würde sich genau für die Finanzierung des Lehrlingsbonus ausgehen.

Spitzenkandidat bei Landtagswahl

Bei der nächsten Landtagswahl will Erwin Angerer als Spitzenkandidat der Freiheitlichen antreten, mit dem Ziel, wieder in Regierungsverantwortung zu kommen. „Man muss gute Ideen haben, dann bringt man auch etwas weiter“, so Angerer. Ob er auch als Juniorpartner in eine Regierung, beispielsweise mit der SPÖ, gehen würde, lässt Angerer offen. „Schauen wir einmal, wer nach der Wahl der Juniorpartner ist“.

Gegner der Impfpflicht

Auf die Frage, ob er gegen Covid-19 geimpft sei, antwortete Angerer: „Nein. Ich bin genesen, habe auch schon mehrere Antikörpertests gemacht. Etwas, was ich nicht verstehe, ist, dass der Staat nicht die Genesenen erhebt und einen kostenlosen Antikörpertest für alle zur Verfügung stellt. Ich bin da sehr skeptisch und wir sprechen uns deshalb auch gegen eine Impfpflicht aus“.

Erwin Angerer ist auch dagegen, dass Flüchtlinge aus Afghanistan aus dem überfüllten Lager Traiskirchen nach Kärnten verlegt werden. Geholfen werden soll vor Ort, sagt Angerer.

(ORF)

 

 

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