Hofläden sind Beitrag gegen Bauernsterben

Anonyme Anzeigenflut grenzt an „Bauern-Bashing“ – Neiddebatte auf Kosten unserer Bauern stoppen und Rechtssicherheit herstellen

Nach den jüngsten Medienberichten wonach es im Bezirk St. Veit anonyme Anzeigen gegen die Betreiber von sogenannten „Selbstbedienungshütten“ gibt, melden sich nun auch die Freiheitlichen zu Wort. Kärntens FPÖ-Chef und Klubobmann Gernot Darmann sowie LK-Vizepräsident Manfred Muhr, der auch Landesobmann der Freiheitlichen und Unabhängigen Bauernschaft ist, stellen sich in einer Aussendung demonstrativ schützend vor die heimischen Bauern. „Die vielen ‚Selbstbedienungshütten‘ in ganz Kärnten sind besonders seit der Corona-Krise in aller Munde und haben auch während des Lockdowns für Ernährungssicherheit gesorgt. Aber auch schon vor dieser Zeit waren diese Verkaufshütten eine wichtige Einnahmequelle am Weg der Direktvermarktung für unsere fleißigen Landwirte. Somit entsteht dadurch auch ein wichtiger Beitrag gegen das Bauernsterben“, so Darmann und Muhr.

Laut Gernot Darmann grenze die Vorgehensweise des anonymen Anzeigers und seines Rechtsanwalts an „Bauern-Bashing“, das sofort einzustellen sei. „Es kann nicht sein, dass sich unsere fleißigen Bauern, die es ohnehin schon schwer genug haben am Markt zu überleben, nun auch noch mit anonymen Anzeigen herumschlagen müssen. Der anonyme Anzeiger soll sich zu erkennen geben, damit wenigstens klar ist woher der Wind weht. Andernfalls soll er seine Anzeigenflut sofort einstellen und sein ‚Bauern-Bashing‘ schleunigst stoppen!“, so die freiheitliche Landesparteichef.

Auch Manfred Muhr schlägt in dieselbe Kerbe und fordert Rechtssicherheit für diese Form der Direktvermarktung und somit für alle Landwirte. „Kein Supermarkt wird bankrottgehen, weil ein Bauer am Sonntag fünf Gläser Joghurt oder 30 Eier mehr verkauft. Wir sollten viel mehr stolz auf die vielen fleißigen Bauernfamilien sein und froh sein, dass dadurch das wirtschaftliche Überleben dieser Familien und deren Höfe gesichert wird. Daher fordere ich alle Verantwortlichen auf Bundes- und Landesebene auf, für eindeutige Rechtssicherheit zu sorgen, so dass die Bauern unverändert ihre ‚Selbstbedienungshütten‘ weiterbetreiben können und diese Neiddebatte gestoppt wird“, nimmt LK-Vizepräsident Manfred Muhr die Bundes- und Landespolitik in die Pflicht.

Abschließend bekräftigen die beiden Freiheitlichen nochmals ihre volle Unterstützung aller Direktvermarkter und der Landwirtschaft im Allgemeinen. „Diese ‚Selbstbedienungshütten‘ bzw. die Direktvermarktung fallen ohnehin nicht in die klassische Handelstätigkeit, da alle Produkte im Namen des jeweiligen Bauern verkauft werden. Wir stehen jedenfalls schützend vor unseren Bauern und werden nicht zulassen, dass ihnen aufgrund einer reinen Neiddebatte eine ihrer wichtigsten Existenzgrundlagen entzogen wird. Vielmehr fordern wir den Bürokratieaufwand zu reduzieren und die Bauern steuer- sowie sozialversicherungsrechtlich endlich zu entlasten“, schließen Darmann und Muhr.

Der Bauernstand gerät immer mehr unter Druck

FPÖ fordert Maßnahmenpaket für heimische Bauern

Der Kärntner FPÖ-Chef Gernot Darmann und der Obmann der Freiheitlichen Bauernschaft, Vizepräsident Manfred Muhr, fordern in einer von der Freiheitlichen und Unabhängigen Bauernschaft beantragten außerordentlichen Vollversammlung der Kärntner Landwirtschaftskammer ein Maßnahmenpaket für die heimischen Bauern.

„Gerade der Bauernstand ist durch die überzogenen Maßnahmen der Bundesregierung massiv unter Druck geraten. Durch den Wegfall der Gastronomie ist es zu einem Preisverfall bei Rind- und Schweinefleisch gekommen. Besonders dramatisch ist auch die Situation am Holzmarkt, neben dem weiteren Preisverfall ist insbesondere der Import von Billigholz aus dem angrenzenden Ausland dafür verantwortlich, dass bei vielen heimischen Waldbauern das Holz nicht einmal mehr abgeholt wird“, verweist Darmann. „Für mich ist es befremdlich, dass von Seiten der offiziellen Berufsvertretung keine Forderungen hinsichtlich der Unterstützung des Bauernstandes kommen. Während für Künstler, Unternehmer oder die AUA bereits millionenschwere Hilfspakete geschnürt wurden, bleiben die Anliegen und Sorgen der Bauern bisher Großteils unerledigt“, bedauert Muhr.

Heimische Bauern in der schwierigen Zeit unterstützen

Aus diesem Grund stellen die Freiheitliche und Unabhängige Bauernschaft klare Forderungen an die Landes- und Bundespolitik, um den heimischen Bauern in dieser schwierigen Zeit Unterstützung zu bieten. Unter anderem geht es um eine Übernahme von zumindest zwei Sozialversicherungs-Quartalsbeiträgen für die Bauern und ein vorübergehendes Importverbot für ausländisches Schnittholz zum Schutz der heimischen Bauern und auch zum Schutz der nachhaltigen Waldbewirtschaftung. „Ebenso sind die jahrelangen Forderungen der Freiheitlichen nach einer klaren Lebensmittelkennzeichnung und die Absicherung der Finanzmittel für die heimischen Bauernstand Teil des Maßnahmenpaketes“, so Muhr.

Wie Darmann verweist, hat die FPÖ bereits im April Initiativen im Kärntner Landtag gesetzt, um den heimischen Bauern in der schwierigen Lage zu helfen. „Wir hoffen hier auf die Unterstützung von SPÖ und ÖVP!“