Keine Gratis-Antikörpertests – Schwerwiegender Mangel im Krisenplan der Regierung!

FPÖ-Darmann: Bund muss Kosten für zusätzliche Schnelltestangebote übernehmen

Ein Antikörper-Test kann feststellen, ob jemand in den vergangenen Wochen oder Monaten mit dem Coronavirus infiziert war. Viele der Tests erzielen mittlerweile eine gute Sensitivität und vor allem auch eine ausreichend hohe Spezifizität von über 98 Prozent.

„Man muss den Menschen die Möglichkeit einer kostenlosen Corona-Antikörperbestimmung geben“, weist der Kärntner FPÖ-Chef Gernot Darmann auf einen großen Mangel im Corona-Krisenplan der Bundesregierung hin. Diese Maßnahme sei von besonderer Wichtigkeit. „Jede Person aus der Risikogruppe, die bereits eine Corona-Infektion hatte und sich impfen lassen will, sollte vorher laut Empfehlung von Ärzten und internationalen Experten eine Antikörperbestimmung machen. Damit könnte man Fälle verhindern, wie einer kürzlich in einem Pflegeheim im Raum Villach passiert ist. Hier wurde ein Bewohner, der eine Infektion überstanden hat, ohne vorherige Antikörperbestimmung geimpft“, so Darmann. Das traurige Ergebnis sei, dass dieser Bewohner seither an schweren Nebenwirkungen leidet.

„Vor Impfungen von bereits immunisierten Personen wird international seit geraumer Zeit unbestritten gewarnt, weswegen sich die bisherige Vorgangsweise der Regierung wohl nur als gefährliches Versäumnis bezeichnen lässt“, so der FPÖ-Chef.

Chaos und Frust wegen Testverpflichtung

Auch fordert Darmann vom Bund zusätzliche und kostenlose Schnelltestangebote vor allem auch in kleinen Gemeinden. „Das kann man stundenweise mit Hilfe von niedergelassenen Ärzten, die sich dazu bereit erklären, organisieren. Wenn Kurz und Anschober schon die Bürger beim Besuch von Friseuren oder Kosmetikstudios mit Testungen und fragwürdigen FFP2-Masken drangsalieren, dann muss der Bund auch die Kosten für eine praktikable, einfache und ortsnahe Testung übernehmen! Die Regierung verursacht einmal mehr Chaos und Frust, wenn sie Testverpflichtungen einführt, ohne dafür zu sorgen, dass die Menschen einen einfachen Zugang zu den Tests erhalten“, betont der FPÖ-Chef.

Besorgniserregend: Rückstau bei Krebs-Vorsorgetests 

Gesundheitsbehörden müssen sich mehr um diesen Corona-Kollateralschaden kümmern

Der internationale Krebstag am 4. Februar sollte uns mahnen, in der Vorsorge gegen diese heimtückische Krankheit nicht zu ermüden. Gerade jetzt ist diese Gefahr groß, weil Corona auch dieses Thema total in den Hintergrund rückt. Das erklärten die beiden FPÖ-Mitglieder des Gesundheitsausschusses im Landtag Mag. Elisabeth Dieringer-Granza und Harald Trettenbrein in einer Aussendung.

Aus ihrer Sicht ist der Rückstau an Krebsvorsorgeuntersuchungen ebenso besorgniserregend wie das mangelnde Interesse der Gesundheitspolitik an diesem Begleitschaden der Corona-Krise.„Wir müssen uns mehr darum kümmern, dass die Krebsvorsorge wieder besser funktioniert“, fordert LAbg. Trettenbrein. Der erste Schritt hierzu wäre Transparenz über die Dringlichkeit und Größe des Problems, eine umfassende Erhebung darüber, wie viele der wichtigen Vorsorgeuntersuchungen in Kärnten im Vorjahr ausgefallen sind. Das wäre einfach möglich, indem man von den Krankenkassen die Zahlen darüber anfordert, wie sehr die verschiedenen Vorsorgetests zurückgegangen sind. „Sobald man weiß, was hier versäumt wurde, muss eine Vorsorge-Offensive gestartet werden. Es geht um Tausende Kärntner, denen großes Leid droht, wenn ein Tumor zu spät erkannt wird,“ so Trettenbrein

Seit Monaten liege bereits ein entsprechender Antrag der FPÖ, den Rückstau von Krebsuntersuchungen zu erfassen, unbehandelt im Gesundheitsausschuss.

Dieringer verweist u.a. auf dramatische Einbrüche bei den Brust-Screening-Untersuchungen von Frauen. Ärzte haben diese bundesweit mit mehr als 40 % beziffert. „Vor allem Kärnten muss dieses Thema sehr ernst nehmen, weil Kärnten zuletzt das Bundesland mit der bundesweit zweithöchsten Rate an Neuerkrankungen ist. 128 Frauen pro 100.000 Einwohner- über 700 pro Jahr – bekamen 2017 diese schlimme Diagnose. Dringend prüfen müsse man weiters Defizite bei den gynäkologischen Abstrich-Tests. Auch bei Darm- und Magenkrebs habe Kärnten bedauerlicherweise eine sehr hohe Rate im Bundesvergleich. „Wenn die Zahl der Magen- und Darmuntersuchungen (Kolo- und Gastroskopien) massiv gesunken sind, läuten auch hier alle Alarmglocken“, so Dieringer.

„Wir appellieren, das Thema der vernachlässigten Krebsvorsorge ernst zu nehmen und nicht länger zu ignorieren. Es geht um das gefährdete Wohl von Tausenden Menschen“, erklären Dieringer und Trettenbrein.

FPÖ: Bürger brauchen vor Corona-Impfung seriöse Beratung und Offenheit!

Abklärung mit Hausarzt ratsam

In der ersten Sitzung des Jahres der Kärntner Landesregierung wurden die Entwicklung und die weiteren Schritte der Covid-19-Impfstrategie besprochen. Am 16. Januar starten in den Bezirksstädten die Corona-Impfungen von Personen über 80 Jahren. Bis Ende März sollen rund 40.000 Kärntner geimpft sein.

Der Kärntner FPÖ-Chef Gernot Darmann fordert eine seriöse Beratung für die Bürger und die Möglichkeit, sich einfach über alle gemeldeten Nebenwirkungen informieren zu können.

In diesem Zusammenhang drückt er seine Verwunderung darüber aus, dass die Kärntner Gesundheitsbehörde beim Impfaufruf an die über 80-jährigen auf ein wesentliches und selbstverständliches Erfordernis vergessen hat. „Es ist ein Gebot der Gesundheitsvorsorge, dass man diesen Menschen empfiehlt, dass sie mit ihrem Hausarzt den Nutzen und die Risiken einer Impfung absprechen. Denn gerade in dieser Altersgruppe haben viele Vorerkrankungen. Daher ist eine Abklärung ratsam, ob eine zusätzliche Belastung, die jede Impfung mit sich bringt, vertretbar ist“, so Darmann mit Hinweis darauf, dass auch jene Mediziner, welche Werbung für die Impfung machen, eine Abklärung mit dem Arzt des Vertrauens empfehlen. Je älter der Impfwillige, desto mehr sollte dieser Grundsatz gelten, um einen sicheren Verlauf der Impfung zu gewährleisten.

Gesundheitsministerium soll Einschau in alle gemeldeten Nebenwirkungen gewähren

Weiters fordert Darmann größtmögliche Offenheit: „Jeder, der eine Impfung für sich selbst in Erwägung zieht, sollte eine einfache Möglichkeit haben, sich über alle in Österreich gemeldeten Nebenwirkungen der Impfung zu informieren. Diese Transparenz sollte der Gesundheitsminister gewährleisten. Das ist einfach möglich, weil gemäß Arzneimittelgesetz ohnehin alle Nebenwirkungen erfasst werden. Der Minister braucht diese Daten – selbstverständlich in anonymisierter Form – nur für die Allgemeinheit zugänglich machen“, schlägt Darmann vor. Auf EU-Ebene gebe es eine solche öffentlich zugängliche Datenbank bereits (www.adrreports.eu), daher könnte man dies auch in Österreich umsetzen.

Coronavirus: LH Schützenhofer (ÖVP) befürwortet Impfpflicht

FPÖ: Impfzwang verstößt gegen Grund- und Freiheitsrechte

In Österreich ist ein Streit um die Impfpflicht entbrannt, nachdem der steirische Landeshauptmann Herrmann Schützenhofer (ÖVP) sich dafür aussprach. Er befürwortet im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie nicht nur eine Maskenpflicht im Freien, er spricht sich auch für eine Impfpflicht aus.

Vor allem von der FPÖ kommt scharfe Kritik. „Nach dem oberösterreichischen will nun auch der steirische Landeshauptmann einen Impfzwang durchsetzen. Die ÖVP dreht weiter an der Eskalationsschraube in Richtung Corona-Diktatur“, reagierte FPÖ-Klubobmann Herbert Kickl auf die aktuellen Aussagen von Hermann Schützenhöfer. „Die ÖVP erkennt, dass die Bürger ihrem Chaos-Kurs durch die Corona-Krise nicht mehr folgen. Während die Massentests zur Minderheitenfeststellung geraten, sagen Umfragen auch der Impfung einen äußerst geringen Zuspruch voraus. Das ist verständlich, wurde der Impfstoff doch nur wenige Monate lang entwickelt und erprobt und kann daher nicht annähernd die Sicherheit aufweisen, wie das bei sonstigen Impfstoffen der Fall ist“, so Kickl.

„Am Freitag hat die schwarz-grüne Regierung im Nationalrat einen freiheitlichen Antrag abgeschmettert, der sich gegen Impf- und Testzwang sowie für die Abgeltung aller Schäden, die Menschen durch eine Corona-Impfung entstehen, eingesetzt hat. Schon am nächsten Tag reitet ein hochrangiger ÖVP-Politiker aus und fordert den Impfzwang. Es zeigt sich deutlich, dass es sich hier um eine genau abgestimmte und lange geplante Strategie der ÖVP handelt und am Ende auch der Kanzler den Impfzwang fordern wird“, sagte Kickl.

Entscheidung über Corona-Impfung soll jeder Mensch selber treffen

Die Aussage Schützenhofers, dass man „manche zum Glück zwingen muss“, ist für FPÖ-Bundesparteiobmann Norbert Hofer nicht hinnehmbar: „Eine Impfung ist kein Glücksspiel. Es ist ein Eingriff in die körperliche Unversehrtheit eines Menschen. Die Entscheidung, ob sich jemand impfen lässt oder nicht, liegt bei jedem Einzelnen.“ Zudem sei es Ärzten zum jetzigen Zeitpunkt nicht möglich über Folgewirkungen der Corona-Impfung fundierte und wissenschaftlich belegbare Aussagen zu treffen.

Der Kärntner FPÖ-Chef Gernot Darmann ist ebenfalls klar gegen einen Impfzwang, den einzelne ÖVP-Landeshauptmänner bereits fordern. „Die Österreicher sind mündig genug, um selbst zu entscheiden, ob sie sich impfen lassen wollen oder nicht“, betont er.

Corona-Massentests in Kärnten

FPÖ kritisiert Vorgangsweise

Zwischen 11. und 13. Dezember finden in ganz Kärnten Coronavirus-Massentests statt. In allen Gemeinden gibt es Teststationen. Eine Hotline für Fragen wurde eingerichtet: Unter 050-536-53003 kann man von Montag bis Donnerstag zwischen 8.00 und 16.00 sowie Freitag 8.00 bis 12.00 Uhr anrufen.

Kritik übt die FPÖ an der Vorgangsweise bei den geplanten Massentests. „Da die Corona-Massentests jetzt aufgrund einer Entscheidung der Bundesregierung stattfinden, muss die Durchführung so erfolgen, dass sie für die Bevölkerung und insbesondere für die Risikogruppen auch einen Nutzen und Mehrwert bringen. Das setzt eine Kontaktnachverfolgung bei jeder positiv getesteten Person voraus, um eine mögliche Ansteckungskette zu verhindern. Leider gibt es keine Zusage der Landesregierung, dass ein solches effizientes Contact Tracing an jeder Teststation funktionieren wird“, so der Kärntner FPÖ-Chef Gernot Darmann.

Alternative Testmöglichkeit für Senioren verabsäumt

Darüber hinaus müssten Tests insbesondere für alle Senioren auch unkompliziert beim Hausarzt möglich sein. „Leider hat es die Landesregierung verabsäumt, mit der Ärztekammer zu vereinbaren, dass vor allem Senioren und chronisch Kranke den Test bei ihrem Hausarzt machen können. Gerade für diese Personengruppen sollten Risiken durch mögliche Menschenansammlungen vor Teststationen vermieden werden“, betont Darmann. Überdies geht von den Massentests ein gewisses Ansteckungsrisiko aus, weil für positiv Getestete kein Bringdienst vorgesehen ist“, warnt Darmann. Es sollte seitens der Regierung verhindert werden, dass positiv getestete Personen öffentliche Verkehrsmittel benutzen müssen und so ein Ansteckungsrisiko für andere besteht.

CoV-Test: Computersystem völlig überlastet

FPÖ-Darmann: Land Kärnten braucht dringend eigenes Corona-Meldesystem!

Das epidemiologische Meldesystem EMS strapaziert seit Tagen Angestellte in den Labors und den Gesundheitsbehörden, aber auch all jene, die einen Coronavirus-Test machen müssen. Es dauert oft viel zu lange, bis das Contact-Tracing läuft. Man hinkt der Realität Tage, oft sogar eine Woche hinten nach. Ursachen dafür seien die steigende Zahl der Infizierten, die Wartezeit auf den Test, die geringe Anzahl der Labore für die Auswertung und schließlich die Überlastung im EMS, das die Daten an die Gesundheitsbehörden zum Contact-Tracing weiterleitet. Es ist dramatisch, dass positiv getestete Personen ihre Ergebnisse nicht zeitnah bekommen.

Ausbreitung der Ansteckungsketten aufgrund verspäteter Information

Der Kärntner FPÖ-Chef Gernot Darmann fordert den raschen Aufbau eines landeseigenen Meldesystems zwischen den Laboren, welche die Corona-Tests durchführen, und den Gesundheitsämtern. „Es ist ein unhaltbarer Zustand, dass Testergebnisse im Melderegister des Bundes „hängenbleiben“. Wegen EDV-Problemen werden derzeit Virusträger mit tagelanger Verspätung informiert, wodurch sich Ansteckungsketten ausbreiten können. Das ist inakzeptabel und seitens des Gesundheitsministeriums völlig unverantwortlich“, betont Darmann.

Gesundheitsminister Anschober sei seit Wochen nicht in der Lage, dieses Chaos zu beenden. „Es ist zu befürchten, dass sich dies in den nächsten Wochen und Monaten nicht ändern wird. Das Land Kärnten muss daher zügig selbst handeln“, verlangt der FPÖ-Chef. Analog zu den funktionierenden IT-Systemen in den Landesspitälern muss es möglich sein, einen sicheren und raschen Informationsfluss von den Laboren zu den Gesundheitsämtern in Kärnten herzustellen, unterstreicht Darmann, zumal in Kärnten sowohl die Zahl der Labore als auch jene der Gesundheitsämter überschaubar sind.

„Es ist jedenfalls bedauerlich, dass man solche Lösungen kurzfristig erarbeiten muss, weil Bund und Land es in den Sommermonaten verabsäumt haben, sich auf den absehbar schwierigen Herbst und Winter bei der Corona-Eindämmung vorzubereiten. Es ist blamabel und liegt in der Verantwortung von Gesundheitsminister Anschober, dass hier eine funktionierende Logistik in den aktuell schwierigen Wochen fehlt“, so Darmann.

Coronavirus-Cluster in Asylwerberheim in Villach

72 Asylwerber positiv getestet

Den größten Coronavirus-Cluster in Kärnten gibt es derzeit im Asylwerberheim Villach-Langauen. Von 194 Menschen sind 72 positiv getestet worden. Derzeit haben alle positiv Getesteten milde Covid-19-Verläufe. Die Infizierten sind getrennt von den negativ getesteten Mitbewohnern untergebracht. Aus Vorsicht wurde dennoch das gesamte Asylheim von der Behörde unter Quarantäne gestellt. Es werden Freigangs-Zonen für die positiv und die negativ getesteten Personen geschaffen, sodass diese nicht miteinander in Kontakt kommen. Erst wenn weitere Coronavirus-Tests in einigen Tagen negativ sind, wird diese Quarantäne wieder aufgehoben.

FPÖ: Quarantäne kontrollieren

Kärntens FPÖ-Chef Gernot Darmann fordert eine ständige Kontrolle der Einhaltung der Quarantäne: „Die Einhaltung der Quarantäne im Asylquartier Villach-Langauen muss im Sinne der Bevölkerung vor Ort durch eine Abschottung des gesamten Areals und ständige Kontrolle sichergestellt werden. Sich auf eine stichprobenartige Kontrolle der Einhaltung der Quarantäne zu verlassen, wäre in diesem Fall völlig verantwortungslos. Da hier allein von einem auf den anderen Tag 72 Asylwerber positiv getestet wurden, ist besondere Vorsicht geboten, um eine weitere Ausbreitung im Raum Villach zu verhindern“, appelliert Gernot Darmann.

Contact-Tracing an Belastungsgrenze

Auch massive Probleme beim Schutz der Risikogruppen

Das Contact-Tracing, das Nachverfolgen der Kontakte jener Menschen, die positiv auf den Erreger Sars-Cov-2 getestet worden sind, ist mühevolle Kleinarbeit. Trotz Ausweitung der Kapazitäten stößt die Nachverfolgung zunehmend an ihre Grenzen. Wegen der stark steigenden Zahl der Coronavirus-Neuinfektionen muss auch in Kärnten das Contact-Tracing geändert werden. Ab sofort wird priorisiert, das heißt, zuerst werden jene Kontaktpersonen ausgeforscht, bei denen die Verbreitung des Coronavirus schwerwiegende Folgen haben könnte. Auch wird daran gearbeitet, dass die Testergebnisse schneller ankommen.

 Fahrlässiger Kontrollverlust

Der Teil-Zusammenbruch des Systems der Nachverfolgung von Corona-Ansteckungsketten ist aus Sicht vom Kärntner FPÖ-Chef Gernot Darmann alarmierend: “Wenn man nicht einmal mehr in der Hälfte der Fälle den Infektionsherd identifizieren kann, muss man einen grob fahrlässigen Kontrollverlust in der Pandemie-Eingrenzung feststellen.“ Die Ankündigung des Landes, dass man sich bei diesem Contact Tracing vorrangig auf Risikogruppen, Pflegeheimbewohner und Personen über 65 konzentrieren wolle, werfe die berechtigte Frage auf, was man denn bisher seitens der Regierung gemacht hat, so Darmann.

„Risikogruppen hätten von Beginn an, wie von der FPÖ immer wieder gefordert, im Zentrum der Aktivitäten stehen müssen, um schwerwiegende Verläufe bestmöglich zu verhindern. Leider wurden seit April seitens der Regierung offensichtlich nichts als Schlagzeilen produziert, statt tatsächlich für den Schutz der Risikogruppen zu sorgen“, erklärt Darmann.

„Die bestehenden Lücken beim Schutz der Risikogruppen müssen dringend saniert werden. Dazu gehört auch, dass man für Besucher von Pflegeheimen Antigen-Schnelltests vorsieht. Das Tragen von kostenlos zur Verfügung zu stellenden Masken hoher Sicherheitsstandards und ein negativer Test minimieren das Risiko der Viruseinschleppung. Gleichzeitig sind so Besuche weiterhin möglich, damit unsere Pflegebedürftigen nicht vereinsamen“, betont der FPÖ-Chef.

Darmann drückt auch seine Verwunderung darüber aus, dass das Land einerseits dringend nach neuen Kräften für das Contact Tracing sucht, sich aber andererseits bei Bewerbern nicht meldet, die seit Juni mehrfach ihre Dienste angeboten haben.

Antigen-Tests in Planung

FPÖ: Schutz der Risikogruppen oberstes Gebot

Spätestens Mitte November will das Land Kärnten nun endlich auch die schnelleren und günstigeren Antigen-Tests einsetzen. Diese Tests sollen neben Spitälern und Hausarztpraxen auch in Pflegeheimen und Schulen zum Einsatz kommen. Gespräche über den Einsatz von Heimärzten folgen. Coronavirus-Kranke mit Symptomen können mittels Antigen-Tests relativ sicher und schnell ausgeforscht werden, heißt es von der Landessanitätsdirektion. Angeschafft werden die Tests sowohl vom Land Kärnten als auch von der KABEG. Die Stückzahl, die angeschafft wird, hängt aber auch von der momentanen Weltmarktlage ab.

Covid-19-Antigentests allen Pflegeheim-Besuchern anbieten

Der Kärntner FPÖ-Chef Gernot Darmann tritt schon länger dafür ein, dass das Land Kärnten die Covid-19-Antigentests möglichst offensiv einsetzt. Die FPÖ fordere seit dem Frühjahr Schutz ein und habe auch die notwendigen und tauglichen Maßnahmen vorgeschlagen, wie den rechtzeitigen und ausreichenden Ankauf von Schutzausrüstung, eine rechtzeitige Vorsorge bei den Influenza-Impfdosen, Antigen-Schnelltests für die Besucher der Alten- und Pflegeheime und vieles mehr. „Um die neuerliche Vereinsamung unserer Senioren in den Alten- und Pflegeheimen zu verhindern, ist dieser Schnelltest sehr sinnvoll, um sichere Besuche zu ermöglichen! Die Bundesregierung hat aber leider montagelang geschlafen und agiert auch jetzt völlig planlos, insbesondere beim Schutz der Risikogruppen“, so Darmann.

„Die Risikogruppen sowie das Gesundheits- und Pflegepersonal müssen sich eine selbstbewusste und eigenverantwortliche Beschaffungsoffensive durch das Land erwarten können“, verlangt Darmann. Er verweist darauf, dass die FPÖ seit mehreren Wochen den Ankauf und offensiven Einsatz der Covid-19-Antigentests durch das Land Kärnten eingefordert hat.

Behörde sagt schulärztliche Untersuchung wegen Corona ab

Schulkinder als Opfer eines Corona-Kollateralschadens 

Aktuell hagelt es Kritik von den Kärntner Freiheitlichen. Der Grund: Im Lavanttal seien Pflichtschulen verständigt worden, dass die schulärztlichen Untersuchungen von Kindern aufgrund der Corona-Pandemie ersatzlos gestrichen seien.

„Eine Lehre aus der Corona-Krise sollte lauten, vor lauter Konzentration auf Corona-Erkrankungen nicht andere Gesundheitsthemen zu vernachlässigen.  Doch die Kärntner Landesregierung verstößt dagegen. So wurden im Lavanttal Pflichtschulen verständigt, dass die bisher selbstverständlichen schulärztlichen Untersuchungen von Kindern wegen Corona ersatzlos gestrichen werden. Das ist eine unverständliche Maßnahme, die zeigt, dass man in 6 Monaten Corona-Krise viel zu wenig gelernt hat“, protestieren der Kärntner FPÖ-Chef Gernot Darmann und FPÖ-Gesundheitssprecher Harald Trettenbrein.

Sie verlangen eine sofortige Rücknahme dieser Weisung durch die Gesundheitsbehörde des Landes. „Wir dürfen nicht Vorsorgeuntersuchungen für Kinder absagen, nur weil wir wie das Kaninchen vor der Schlange vor dem Corona-Virus erstarren“, betonen die beiden FPÖ-Politiker. Offenbar haben die Kärntner Gesundheitsbehörden den Sommer verschlafen und keine ausreichenden Vorkehrungen getroffen, um die Pflichtaufgaben neben Corona zu erledigen.

Vernachlässigung von präventiven Gesundheitsmaßnahmen

„In welchem Zustand ist das öffentliche Gesundheitswesen, wenn es im Bezirk Wolfsberg, wo es seit Wochen nur ein paar Corona-Infizierte gibt, seine Kernaufgaben nicht mehr erledigen kann“, wundert sich Trettenbrein. „Oder nimmt man Corona als Alibi, um das Gesundheitswesen runterzufahren“.

„Wir fordern die sofortige Wiederaufnahme der durch die Kärntner Gesundheitsbehörde eingestellten schulärztlichen Untersuchungen, denn hier werden präventive Maßnahmen im Sinne der Gesundheit unserer Kinder in fragwürdiger Art eingestellt. Es gibt nicht nur die VIP-Krankheit Corona“, erklärt Darmann.