Ärztekammer: Abrechnung mit Krisenmanagement

Die von FPÖ geforderte dringliche „Corona-Enquete“ findet am 22. September statt

„Nunmehr bestätigt auch die Präsidentin der Kärntner Ärztekammer, Dr. Petra Preiss, in einem Kleine Zeitung-Interview, dass Kärnten bei der Bewältigung der bisherigen Corona-Herausforderungen Glück hatte. Ihre Worte kann man wohl nur so interpretieren, dass es kein Glück ist, die bisher praktizierte Gesundheitspolitik gehabt zu haben, sondern es war ein Glück, keine ordentlich vorbereitete Gesundheitspolitik benötigt zu haben“, erklärt der Kärntner FPÖ-Landesparteichef Klubobmann Mag. Gernot Darmann.

„Ein zweites Mal sollte man das nicht herausfordern, ein mit den Ärzten abgestimmtes Handeln ist längst überfällig. Die Abrechnung von Preis mit der Kärntner Gesundheitspolitik ist als donnernder Warnschuss endlich aufzuwachen zu verstehen“, betont Darmann.

Die FPÖ habe daher bereits im Juni im Landtag eine „Corona-Enquete“ unter dem Titel „Das nächste Mal besser bereit“ verlangt, bei welcher Gesundheitsfachleute geeignete Vorsorge-Maßnahmen für die schwierigen Herbst- und Wintermonate präsentieren. Dieses Expertenhearing findet am 22. September statt.

In der letzten Landtagssitzung habe die FPÖ auch eine dringliche Anfrage an Gesundheitsreferentin LHStv. Beate Prettner gerichtet, um sie sachlich auf von ihr unbearbeitete Bereiche aufmerksam zu machen. Dass es hier bedauerliche Lücken gibt, das zeigt die Kritik von Präs. Dr. Preiss, so Darmann.

Unterversorgung von tausenden Patienten in Kärnten verhindern

FPÖ präsentiert konkrete Lösungsvorschläge

Die Freiheitlichen orten eine Unterversorgung von tausenden Patienten in den Landesspitälern. Diese hätten wegen der Corona-Krise erst 80 Prozent ihrer Leistungen hochgefahren. In einer Pressekonferenz präsentierten Kärntens FPÖ-Chef Gernot Darmann und FPÖ-Gesundheitssprecher Harald Trettenbrein Lösungsvorschläge der Freiheitlichen.

„Mit Beginn der Corona-Krise wurde die Patientenversorgung in den Kärntner Spitälern zwei Monate lang heruntergefahren und nun werden die Krankenhäuser laut Angaben des Landes nur auf 80 % ihrer Kapazitäten hochgefahren. Es besteht die Gefahr, dass der schon entstandene und weiter entstehende Rückstau an Operationen und Untersuchungen nicht bewältigt wird und Patienten unterversorgt bleiben“, erklärt Darmann. Darauf haben auch bereits Experten hingewiesen.

15.000 Patienten weniger behandelt

Um den Rückstau an Behandlungen in den Krankenhäusern aufzuarbeiten, sollte in jenen Abteilungen, wo es die längsten Wartelisten gibt, möglich gemacht werden, auf hundert Prozent der Versorgungsleistung hochzufahren. „Wie sollen mit 80 % der Leistung 100 % der aktuellen Patienten versorgt werden und überdies tausende verschobene Operationen und Untersuchungen nachgeholt werden?“, so Darmann. FPÖ-Gesundheitssprecher Trettenbrein ergänzt, dass die Landesspitäler heuer laut KABEG-Quartalsbericht 15.000 Patienten weniger als geplant behandeln werden. „Wohin sollen die Betroffenen? Auch bei niedergelassenen Kassenärzten gibt es teilweise monatelange Wartezeiten.“

Eine weitere Forderung der Freiheitlichen lautet, Eingriffe in Landeshospitälern, die über Wochen verzögert werden, auch in Ordensspitälern – wie bei den Elisabethinen oder in St. Veit bzw. Friesach – abzuarbeiten. Mit dem Krankenhaus Spittal an der Drau und dem Unfallkrankenhaus Klagenfurt, aber auch mit Privatkliniken könnte zusammen gearbeitet werden. Die Freiheitlichen fordern daher SPÖ-Gesundheitsreferentin Beate Prettner zu einem Gesundheitsgipfel auf, um offen über die Problematik zu diskutieren. Wie Darmann und Trettenbrein betonen, gehe es um keine Schuldzuweisungen, sondern vielmehr um einen Schulterschluss aller Parteien. „Wir strecken SPÖ-Gesundheitsreferentin Beate Prettner die Hand aus, um gemeinsam über alle Parteigrenzen hinweg Lösungen zu erarbeiten und für die Zukunft sicherzustellen, dass keine Probleme mehr auftreten“, so Darmann.

 

 

 

Kärnten muss mehr lockern und mehr testen!

Kärnten österreichweit Schlusslicht bei Coronavirus-Testungen

In einer Reaktion auf die heutige Regierungssitzung erklärt der Kärntner FPÖ-Chef Klubobmann Gernot Darmann, dass Kärnten nun dringend mehr lockern und zugleich mehr Coronavirus-Testungen durchführen muss. „Durch die heute bekannt gewordenen externen Zahlen, wonach Kärnten österreichweit klares Schlusslicht bei den erfolgten Testungen ist, wird bestätigt, welches Glück die Kärntner Bevölkerung in der Corona-Hochphase hatte, da diese Zeit durch politische Untätigkeit von Gesundheitsreferentin Prettner gekennzeichnet war. Mein Dank gilt all jenen, die an vorderster Gesundheits- und Sozialfront ihre höchst verantwortungsvolle Arbeit geleistet haben, ohne den entsprechenden Rückhalt der Politik gehabt zu haben“, so Darmann.

Es wäre längst an der Zeit, dass Kärnten seine ungenutzten Test-Kapazitäten dafür nutzt, um weitere Lockerungen zu begleiten. „Es muss eine volle Öffnung des Tourismus- und Veranstaltungslandes Kärnten geben. Obwohl LH Kaiser auch Referent für Kultur und Sport ist, lässt er die Kultur-, Brauchtums- und Sportvereine im Stich. Unsere Kinder und Jugendlichen dürfen noch immer nicht gemeinsam Sport betreiben oder musizieren. Diese Einschränkungen müssen beendet werden“, betont Darmann. Die dringend nötigen Öffnungen sollten durch Sreening-Testungen begleitet werden.

„Parallel dazu ist ein eigenes Hilfspaket des Landes für die Kärntner Wirtschaft und den Arbeitsmarkt notwendig, wie es andere Bundesländer bereits umgesetzt haben. Die FPÖ schlägt einen Soforthilfe-Unterstützungsfonds für Unternehmer und Arbeitnehmer vor, den SPÖ und ÖVP bisher leider verweigern. Die Durchführung von Investitionen, die ohnehin bereits geplant und budgetiert waren, oder die schnellere Bezahlung von Rechnungen durch das Land Kärnten sind hier mit Sicherheit zu wenig“, verweist Darmann. Dies sei vielmehr eine Selbstverständlichkeit.

Einführung der Pflegelehre ist Gebot der Stunde

Eine Aufwertung der Pflegeberufe und die Einführung einer eigenen Pflegelehre fordert der Kärntner FPÖ-Chef Klubobmann Mag. Gernot Darmann in Hinblick auf den bevorstehenden Internationalen Tag der Pflege. „Der Bedarf an Pflegekräfte wird in Zukunft massiv ansteigen. Eine Pflegelehre bietet die Chance, um die notwendige Anzahl an qualifizierten Pflegekräften durch Entscheidungen in der Gegenwart mittelfristig zur Verfügung gestellt zu bekommen. Die FPÖ fordert diese sinnvolle Maßnahme schon seit vielen Jahren. Sozialreferentin Beate Prettner darf diesen Ausbildungsweg nicht länger blockieren und muss den Weg für die Pflegelehre frei machen“, fordert Darmann.

Die Pflegeausbildung an privaten Schulen und die Lehrgänge für die Ausbildung zur Pflegeassistenz seien gut und vernünftig. Diese können aber nur einen Teil der dringend notwendigen Schritte abbilden. „Wir brauchen bei der Ausbildung von Pflegekräften sowohl eine schulische Ausbildung, aber auch eine praktische Ausbildung vor Ort. Das kann nur mit einer Lehre erreicht werden. Genau im Alter von 15 treffen viele bereits ihre Berufsentscheidung. Hier muss angesetzt werden“, so Darmann.

Zudem fordert die FPÖ Kärnten ein Absenken der Tarife und damit des Selbstbehaltes für mobile Pflege auf ein Mittelmaß in Österreich, mehr Angebot in der ambulanten Pflege, eine monatliche Extraförderung für Familien, die ihre Angehörigen zu Hause versorgen, sowie eine monatliche Zusatzförderung für die 24-Stunden-Betreuung.

Coronavirus: Fieberchecks am Flughafen Wien!

Vorübergehendes Landeverbot wäre einzige wirkungsvolle Maßnahme

Um eine Ausbreitung des gefährlichen Coronavirus zu verhindern, wurden am Flughafen sogenannte Fieberchecks eingeführt. Bei allen Direktflügen aus China kontrollieren nun standardmäßig Rot-Kreuz-Mitarbeiter mittels Infrarotthermometer die Körpertemperatur der Fluggäste. Dabei tragen sie Schutzanzüge, Handschuhe, Schutzmasken und –brillen. Sollte es bei den Temperaturmessungen zu Auffälligkeiten kommen, entscheidet ein Amtsarzt, ob ein Verdacht auf das Virus vorliegt. Personen, die als Verdachtsfall bestätigt werden, werden mit einem direkt vor der Maschine wartenden Rettungsauto ins Spital gebracht.

Für den stellvertretenden FPÖ-Bundesparteichef Mag. Gernot Darmann ist die Ansteckungsgefahr des Coronavirus durch die nun gestarteten Fieberchecks am Flughafen Wien/Schwechat nicht gebannt. Eine Vielzahl der betroffenen Patienten weisen andere Symptome als Fieber auf. Darüber hinaus sind beim Coronavirus viele Patienten aufgrund der Inkubationszeit von bis zu 14 Tagen noch symptomfrei, aber bereits infektiös.

Kein Verlass auf Fiebermessungen

„Durch das Verlassen auf Fiebermessungen darf man sich nicht in Sicherheit wiegen. Es braucht hier ein Gesundheits-Screening mit einem Bündel an Maßnahmen, da infizierte Coronavirusträger nicht zwingend Fieber aufweisen müssen. Zur sicheren Erkennung des Coronavirus sind verpflichtende Labortests notwendig“, erklärt Kärntens FPÖ-Chef.

„Wenn jedes Risiko ausgeschlossen werden soll, werden wir um ein vorübergehendes Landeverbot für Flüge aus China in Österreich nicht herumkommen. Andere Flughäfen in Europa praktizieren das bereits. Es geht nicht nur darum, die Bevölkerung zu beruhigen. Vor allem geht es darum, die Bevölkerung zu schützen“, so Darmann.

 

 

Coronavirus-Alarm in Kärnten: Patient in Quarantäne

Erster Verdachtsfall in Klagenfurt bestätigt

Millionen Menschen stehen in China unter Quarantäne, 106 Menschen sind bereits durch die neuartige Lungenkrankheit verstorben. Auch in Wien wurden schon mehrere Coronavirus-Verdachtsfälle bekannt. Zweimal konnte bereits Entwarnung gegeben werden, aber zwei neue Patienten werden nach ihrer Chinareise aktuell im Spital behandelt. Nun wurde auch ein Virusverdacht in Klagenfurt gemeldet. Der Betroffene befindet sich bis zur Abklärung unter Quarantäne. Eine schützende Impfung oder eine spezielle Therapie zur Behandlung der Erkrankung gibt es nicht. Die Symptome – darunter trockener Husten, Fieber und Atemnot – können aber mit Medikamenten abgemildert werden.

Unabhängig vom ersten Verdachtsfall in Klagenfurt zeigt sich FPÖ-Landesparteiobmann Mag. Gernot Darmann über die stetig voranschreitende Ausbreitung des Coronavirus besorgt. Dass Länder wie Frankreich oder die USA ihre Staatsbürger bereits aus China ausfliegen lassen, zeigt, dass das Risiko ernst genommen werden muss.

FPÖ fordert Runden Tisch von Experten

Darmann fordert daher von Kärntens Gesundheitsreferentin Beate Prettner (SPÖ) die Einberufung eines Runden Tisches mit Experten, um für einen eventuellen Ernstfall gerüstet zu sein. „Wir benötigen ein professionelles Krisenmanagement und Prettner hat dafür Sorge zu tragen, dass unsere Ärzte alle notwendigen Informationen erhalten“, so Darmann.

Aufgrund der Vielzahl widersprüchlicher Informationen zu dem gefährlichen Virus, braucht es eine transparente Aufklärungspolitik. „Die Verunsicherung in der Bevölkerung kann am wirkungsvollsten durch die beste Vorsorge, nämlich im Notfall gewappnet zu sein, entgegengewirkt werden“, betont Darmann.

 

 

SPÖ und ÖVP verweigern Kärntner Krebshilfe die Unterstützung

Jährliche Förderung für wichtige Leistungen der Krebshilfe notwendig

Mit Unverständnis reagiert der Kärntner FPÖ-Chef Klubobmann Mag. Gernot Darmann darauf, dass SPÖ und ÖVP gestern im Landtag eine jährliche finanzielle Basisunterstützung von zumindest 10.000 Euro für die Kärntner Krebshilfe abgelehnt haben. „Dieser Betrag wäre ein formaler Türöffner für eine notwendige jährliche Förderung, die eine ausreichende Unterstützungsleistung der Krebshilfe für Patienten und Angehörige möglich macht“, so Darmann.

„Die FPÖ hat dies in einem Dringlichkeitsantrag gefordert. Dringlich deshalb, weil derzeit das Landesbudget 2020 erstellt wird und die Subvention daher jetzt fixiert werden sollte. Leider haben Rot und Schwarz die Dringlichkeit verweigert. Sie vertrösten die Kärntner Krebshilfe, die im Gegensatz zu den meisten anderen Landesvereinen in Österreich seit Jahren keine Unterstützung erhält“, kritisiert der FPÖ-Chef.

Dies sei deshalb beschämend, weil die Krebshilfe eine wichtige Anlaufstelle für Krebskranke ist, die kompetente medizinische Information, psychologische Unterstützung und kompetente Bratung in sozialen Fragen bietet. „Die bisherige Ablehnung einer Landesförderung ist auch unverständlich, weil Kärnten leider zu den Bundesländern mit einer sehr hohen Quote von Krebserkrankungen zählt. Es gibt über 30.000 Patienten mit einer Krebserkrankung und jährlich erhalten über 3.000 Menschen eine Krebsdiagnose“, erklärt Darmann.

Kärnten droht massiver Engpass bei Ärzten und in der Pflege

Schieflage zu Ungunsten der ambulanten Pflege muss beseitigt werden

„Auf Kärnten kommen massive Probleme in der Gesundheits- und Pflegeversorgung zu. Die SPÖ-ÖVP-Landesregierung ignoriert und verschweigt diese Engpässe. Die FPÖ Kärnten hat sich bei ihrer Klubklausur mit diesen beiden Themen sowie der Lehrlingsausbildung und den Mängeln in der Kinderbetreuung beschäftigt, die wegen der Fokussierung auf das Kinderstipendium übersehen werden. Die FPÖ wird Initiativen in diesem Themenfeldern setzen.“ Das kündigte heute der Kärntner FPÖ-Chef Klubobmann Mag. Gernot Darmann in einer Pressekonferenz an.

„Kärnten hat bundesweit die ältesten Allgemeinmediziner. Von den 256 Hausärzten mit Kassenvertrag haben 100 bereits das Pensionsalter oder sie stehen kurz davor. Hier droht ein massiver Mangel, weil viel zu wenige junge Allgemeinmediziner ausgebildet werden, welche die freiwerdenden Ordinationen übernehmen können“, warnt Darmann. SPÖ-Gesundheitsreferentin LHStv. Prettner fehle das Problembewusstsein dafür. Man verabsäume es seit Jahren, in Kärntens Spitälern gezielt mehr Allgemeinmediziner auszubilden.

Gleichzeitig fehlen aber auch in den Krankenhäusern Ärzte. „Eine Bedarfsstudie hat ergeben, dass 210 zusätzliche Mediziner allein in den Kabeg-Häusern nötig wären. Es ist daher davon auszugehen, dass die Spitäler alles tun werden, um ihre Ärzte an sich zu binden. Daher werden sich immer weniger Mediziner als Kassenarzt niederlassen“, fürchtet Darmann. „Leidtragende werden die Patienten sein, welche immer schwerer einen Arzt finden werden. Ihnen bliebt nur die Wahl, entweder in eine überfüllte Spitalsambulanz zu gehen oder einen Privatarzt aufzusuchen, bei dem sie aber zahlen müssen.“

Ein Notstand zeichne sich auch in der Pflege ab. „Die 68 Kärntner Pflegeheime sind bereits voll belegt. Es gibt keine freien Betten mehr.  Das zeigt ein Blick auf die Pflegeplatzbörse im Internet“, teilte Darmann mit. Das Kärntner System sei nicht zukunftsfit. Der FPÖ-Chef ortet eine Schieflage. Jeder Heimplatz werde weit mehr gefördert als die ambulante Pflege. Das könne man auch dem Bericht des Landesrechnungshofes entnehmen, den LHStv. Prettner leider vollkommen ignoriert.

Dem Facharbeitermangel will die FPÖ mit neuen Modellen in der Lehrlingsausbildung begegnen. „Wir brauchen hier mehr kleine dezentrale Ausbildungsstätten, die intensiv mit den lokalen Unternehmen kooperieren. Damit schaffen wir eine Win-Win-Situation für die jungen Leute, die eine praxisnahe Ausbildung erhalten und für die Betriebe, die händeringend Nachwuchs suchen“, so Darmann.

SPÖ-Landesrätin Prettner komplettiert rotes Machtmonopol in der Kabeg

SPÖ agiert, als ob das Kärntner Gesundheitswesen ihr Eigentum wäre

„Dass Gesundheits- und Sozialreferentin LHStv. Beate Prettner, die in ihren Ressorts hilflos überfordert ist, jetzt auch noch den Vorsitz im Aufsichtsrat der Landesspitals-Gesellschaft Kabeg übernimmt, zeigt, dass die SPÖ in ihrer Machtpolitik alle Hemmungen verliert. Sie agiert so, als ob das Kärntner Gesundheitswesen ihr Eigentum wäre“, kritisiert FPÖ-Landesparteichef Klubobmann Mag. Gernot Darmann.

Er erinnert daran, dass die SPÖ den ehemaligen Büroleiter von LH Peter Kaiser, Arnold Gabriel, bereits als Kabeg-Vorstand in einem politischen Gewaltakt durchgeboxt hat. Gabriel sorge seither dafür, dass Spitzenpositionen im Kabeg-Management entsprechend rot eingefärbt werden. Auch die Position des Geschäftsführers des Kärntner Gesundheitsfonds sei ohne Ausschreibung mit einem SPÖ-Parteigänger besetzt worden.

„Wenn Prettner sich ab sofort auch alle Rechte der Aufsichtsratsvorsitzenden aneignet, gibt dies der SPÖ-Macht- und Personalpolitik in den Landesspitälern einen neuen Schub“, fürchtet Darmann. Für das Gesundheitswesen in Kärnten sei dies keine gute Entwicklung, wenn in der Verwaltung der Landesspitäler die nötige Fachexpertise in den Hintergrund tritt und eine Partei sich den totalen Zugriff sichert, so Darmann.

FPÖ-Gesundheitssprecher LAbg. Harald Trettenbrein fühlt sich an längst vergangene Zeiten erinnert. „Die SPÖ macht sich nicht einmal mehr die Mühe, ihr Machtstreben zu verbergen, sie stellt es offen zur Schau. Das ist eine Politik von gestern, mit der man die Probleme von heute und morgen sicher nicht meistern kann.“

 

Mehr Förderung für die ambulante Pflege 

Kontrolllücke in der 24-Stunden-Betreuung wäre einfach zu überwinden

„SPÖ-Sozialreferentin LHStv Beate Prettner ignoriert die auch vom Landesrechnungshof eingeforderte Notwendigkeit, die ambulante Pflege mehr zu fördern. Viele Menschen werden mangels Unterstützung in die viel teurere Versorgung in Heimen gezwungen“, kritisieren FPÖ-Landesparteichef Klubobmann Mag. Gernot Darmann und FPÖ-Sozialsprecher LAbg. Harald Trettenbrein.

Laut Trettenbrein wäre die von Prettner erwähnte Kontrolllücke bei der 24-Stunden-Betreuung einfach zu überwinden. „Das Land sollte verpflichtend in regelmäßigen Abständen eine Pflegefachkraft der mobilen Dienste zur Beratung und Beaufsichtigung vorbeischicken. Mängel können auf diese Weise verhütet bzw. abgestellt werden“. Das Problem sei, dass sich viele Betroffene die 24-Stunden-Betreuung kaum leisten können und für die ergänzend nötige mobile Pflege die privaten Mittel fehlten.

Darmann weist darauf hin, dass andere Bundesländer wie Vorarlberg oder das Burgenland die 24-Stunden-Betreuung zusätzlich mit 600 € monatlich fördern. „Das kostet zwar einiges, aber unterm Strich erspart sich das Land Geld, weil die für Land und Gemeinden teurere stationäre Pflege verhindert wird. Daher hat der Landesrechnungshof ein ähnliches Modell für Kärnten vorgeschlagen, aber die SPÖ blockiert dies“, erklärt Darmann.

Trettenbrein vermisst auch Antworten der SPÖ auf den drohenden Mangel an Pflegekräften. „Die SPÖ lehnt die Pflege-Lehre kategorisch ab. Doch damit verlieren wir viele interessierte junge Leute für diesen Beruf, weil es im Alter von 15 bis 17 keine Ausbildungsangebote gibt.

Fatal sei es auch, dass die SPÖ in Kärnten Ersatzangebote für die Heimbetreuung finanziell aushungert. „Die alternativen Lebensräume, eine Art Wohngemeinschaft von Senioren mit geringerem Pflegebedarf, werden sträflich vernachlässigt. Für diese 24-Stunden-Unterstützung zahlt das Land weit geringere Tagsätze als für die Tagesbetreuung. Damit frustriert man die Betreiber. Statt dieses Erfolgsmodell weiter auszubauen und auch auf die Städte zu übertragen, provoziert die SPÖ ein Ende desselben“, stellen Darmann und Trettenbrein fest.