Nun auch European Bike Week abgesagt!

Dramatische wirtschaftliche Situation für Veranstaltungsland Kärnten

Das Bundesland Kärnten, das vom Tourismus und (Groß)Veranstaltungen lebt, hat in diesem Jahr mit besonders vielen Widrigkeiten zu kämpfen. Eine Veranstaltung nach der anderen wird abgesagt oder verschoben und damit bleiben auch die Touristen aus. Erst traf es das GTI-Treffen 2020, das vom 20. bis zum 23. Mai am Wörthersee stattfinden sollte. In Absprache mit dem Land Kärnten, der Landeshauptstadt Klagenfurt am Wörthersee sowie der Kärnten Werbung wurde auch der für den 5. Juli 2020 geplante IRONMAN Austria-Kärnten auf den 20. September 2020 verschoben. Die geplante Veranstaltung „Starnacht am Wörthersee“ vom 17. und 18. Juli 2020 soll auf Grund der Corona-Pandemie erst im Jahr 2021 stattfinden.

Wirtschaftsfaktor Villacher Kirchtag gecancelt

 Ganz besonders hart trifft die Kärntner die Absage des Villacher Kirchtages, das größte Volksfest Österreichs. Die Brauchtumswoche mit dem 77. Villacher Kirchtag war vom 26. Juli bis 2. August geplant. Bei 450.000 Gästen im Vorjahr zeichnete sich ab, dass die Coronavirus-Krise auch diesem Großevent einen Strich durch die Rechnung machen würde. Den Villacher Kirchtag gibt es seit 1936. Das Volksfest wurde bisher nur vom zweiten Weltkrieg und nun von der Coronavirus-Pandemie unterbrochen. Die Absage ist laut Geschäftsführer Johann Presslinger gesellschaftlich und auch wirtschaftlich ein schwerer Schlag für die Region. „Das trifft uns natürlich hart, der Kirchtag ist für die Stadt ein Wirtschaftsfaktor. Eine Studie hat dem Kirchtag vor Jahren ein Wirtschaftsincoming von 39 Millionen Euro ausgewiesen, das ist natürlich sehr bedeutend.“

Die European Bike Week ist die größte Harley-Davidson Veranstaltung der Welt, die jedes Jahr über 100.000 internationale Besucher aus über 50 Ländern nach Kärnten an den Faaker See zieht. Harley-Davidson Europe und Harley-Davidson Motor Company haben am 4. Juni 2020 bekanntgegeben, die geplante European Bike Week vom 8. bis zum 13. September nicht durchzuführen. Ein Schlag ins Gesicht für die heimische Wirtschaft! Man muss sich nun fragen, was Kärnten noch bleibt. „Nun sei es eine wichtige Hausaufgabe der Tourismuspolitik in Kärnten, alle für eine sichere Rückkehr notwendigen Schritte zu setzen. Eine Abwanderung von Harley Davidson sei mit vereinten Kräften zu verhindern“, erklärt der Kärntner FPÖ-Chef Gernot Darmann.

Darmann erneuert auch seine Forderung nach einem eigenständigen Weg Kärntens und einer vollständigen Öffnung des Wirtschafts-, Tourismus- und Veranstaltungslandes Kärnten. „Unsere Unternehmer brauchen Luft zum Atmen, unsere Wirtschaft braucht Luft zum Atmen. Die Touristiker, die Gastronomen, die Veranstalter und alle ihre Arbeitnehmer müssen endlich wieder ohne schikanöse Regeln aus Wien Einkommen erzielen können“, betont Darmann. Aufgrund der völlig überzogenen Maßnahmen der Bundesregierung gegen die Wirtschaft ist fast jeder zweite Arbeitnehmer von Kurzarbeit oder Arbeitslosigkeit betroffen.

 

Budget 2020: Rot-Schwarzer Stillstand in Kärnten wird fortgesetzt

Schulden steigen von 2019 bis 2023 um weitere 475 Millionen Euro. Auch Experten kritisieren Kärntner Finanz- und Wirtschaftspolitik

„Das in der Landesregierung beschlossene Budget 2020 sowie der Ausblick bis 2023 bedeutet für Kärnten eine Fortsetzung der rot-schwarzen Stillstandspolitik und weitere hohe Neuverschuldung“, kritisiert der Kärntner FPÖ-Chef Klubobmann Mag. Gernot Darmann in einer ersten Reaktion zum Landesbudget 2020. Die Landesregierung erhöhe die Schulden im Jahr 2020 um weitere 97 Millionen Euro. „Bis zum Jahr 2023 werden die Schulden über 4 Milliarden Euro betragen, was eine Erhöhung im Vergleich zu 2019 von über 475 Millionen Euro bedeutet. SPÖ und ÖVP machen trotz guter Konjunktur rund 100 Millionen Euro neue Schulden pro Jahr und lassen zugleich wichtige Impulse vermissen“, betont Darmann.

Dass Kärnten sich am falschen Weg befinde beweise auch die jüngste Umfrage der Industriellenvereinigung bei der Kärntner Wirtschaft. „So wurde festgestellt, dass sich Kärnten seit 2016 negativ entwickelt hat. Die IV bezeichnet die Entwicklung als alarmierend. Besonders negativ sind für die Befragten die Öffnungszeiten und die Qualität im Bereich der Kinderbetreuung. Trotz gegenteiliger Ankündigungen hat die SPÖ-ÖVP-Landesregierung hier offenbar komplett versagt“, verweist der FPÖ-Chef auf die IV-Umfrage. Die Unternehmen vermissen auch eine offensive Wirtschaftspolitik und Investitionen insbesondere im Bereich der Straßen und des schnellen Internets.

„Aber nicht nur die Kärntner Wirtschaft und Industrie ist unzufrieden mit der Regierungspolitik in Kärnten, auch die Experten des Rechnungshofes beklagen fehlende Reformen und bezeichnen die Schuldenentwicklung in Kärnten als besorgniserregend. Wir verlieren den Anschluss an die anderen Bundesländer. Während Kärnten von Abwanderung und Überalterung geprägt ist, entwickeln sich alle anderen Bundesländer gut. Auch die aktuellen Zahlen im Kärntner Tourismus sind erschreckend“, so Darmann.

Er fordert, dass endlich Einsparungen in der Verwaltung wie die versprochene Reduzierung der Anzahl der Regierungsmitglieder umgesetzt werden und die Geldverschwendung in den Landesgesellschaften abgestellt wird. Ebenso werden von der FPÖ Maßnahmen zur Senkung der Lebenshaltungskosten insbesondere der höchsten Strompreise in Kärnten sowie Initiativen zur Forcierung von Betriebsansiedlungen zwecks Schaffung neuer Arbeitsplätze eingefordert. Darmann: „Die taten- und visionslose Stillstandspolitik der rot-schwarzen Landesregierung hat sich die Kärntner Bevölkerung jedenfalls nicht verdient.“

Geschäftsführer-Wildwuchs wird auf Druck der FPÖ beendet!

Kritik an rot-schwarzer Packelei in der Kärnten Werbung

„Nur aufgrund der beharrliche Kontrollarbeit der Kärntner FPÖ wird der Geschäftsführer-Wildwuchs in den landeseigenen Gesellschaften endlich beendet. Die FPÖ hat erreicht, dass der Landesrechnungshof die Gesellschaften prüfte und die dabei aufgedeckten Missstände zwingen nun die SPÖ-ÖVP-Landesregierung zum Handeln“, erklärt der Kärntner FPÖ-Landesparteichef Klubobmann Mag. Gernot Darmann in einer Reaktion. „Jahrelang wurde in diesen Landesgesellschaften Steuergeld verschwendet, die Personalkosten sind explodiert“, so Darmann.

„Unsere seit Jahren mit Nachdruck versehene Forderung nach einer Strukturreform bei den Landesgesellschaften und Reduzierung der hochbezahlten Managerposten wurde von SPÖ und ÖVP bisher immer lächerlich gemacht und als völlig unnötig dargestellt“, erinnert Darmann. „Der heutige Beschluss von SPÖ und ÖVP in der Landesregierung ist daher nichts anderes als eine Selbstanklage für die jahrelange Verzögerung und unnötige Verschwendung von Millionen an Steuergeldern.“ Nachdem von der FPÖ bereits eine weitere Prüfung der Landesgesellschaften beantragt wurde, handle es sich bei der heute präsentierten „Reform“ um eine offensichtliche Flucht nach vorne.

Inakzeptabel für die FPÖ ist aber, dass die Kärnten Werbung nun verpolitisiert statt privatisiert wird. „Die SPÖ stellt dem offenbar unterbeschäftigten VP-Landesrat Sebastian Schuschnig die Kärnten Werbung als ´Spielzeug´ zur Verfügung“, zeigt Darmann auf. Die Mitspracherechte des Landes in der Kärnten Werbung, welche bisher die Beteiligungsverwaltung ausgeübt hat, wandern zum ÖVP-Landesrat. „So wie die SPÖ üble Parteibuchwirtschaft nach dem negativen Vorbild der Wagner-Ära betreibt, praktiziert die ÖVP ihre uralte Machtpolitik in der Kärnten Werbung. Statt dass die einzelnen Tourismusregionen- und unternehmen in der Kärnten Werbung mehr mitbestimmen dürfen, regiert in Zukunft die ÖVP“, kritisiert der FPÖ-Chef.

„Welch rot-schwarze Packelei steht dahinter, dass die ÖVP jetzt ein politisches Durchgriffsrecht bei der Kärnten Werbung bekommt? Ist das die Belohnung für ihr beharrliches Stillschweigen rund um den Skandal in der Bildungsdirektion“, fragt sich Darmann.

 

Nächtigungsminus im Juli: Kritik an Kärnten-Werbung!

Kärnten hinkt bei den Nächtigungszahlen anderen Bundesländern deutlich hinterher. Jetzt muss Politik die geplante Milliardeninvestition am Klagenfurter Flughafen als Chance für den Tourismus bestmöglich unterstützen.

Nach der Veröffentlichung der jüngsten Tourismuszahlen übt heute der Kärntner FPÖ-Chef Klubobmann Mag. Gernot Darmann Kritik an Kärnten Werbung-Chef Christian Kresse. „Unsere fleißigen Kärntner Tourismusunternehmen müssen für die Fehler und die nicht vorhandene Werbestrategie des Kärnten Werbung-Chefs büßen. Kärnten hinkt bei den Nächtigungszahlen allen anderen Bundesländern hinterher und muss im Juli trotz Rekordsommers mit mehreren Hitzewellen sogar ein Nächtigungsminus von 1,9 Prozent hinnehmen“, so Darmann. Besonders negativ falle auf, dass es am wichtigen deutschen Markt sogar ein Minus von 4,7 Prozent gebe.

Der Kärnten-Werbung Chef erweise sich wieder einmal als „Ausreden-Kaiser“, wenn es um negative Tourismuszahlen geht. Darmann: „Wenn es um ein Minus bei Nächtigungszahlen geht, ist der oberste Kärnten-Werber in den Medien nie um eine Ausrede verlegen. Einmal ist es das schlechte Wetter, heuer soll laut Kresse eine angebliche Verschiebung von Schulferien in Norddeutschland für das Minus bei deutschen Urlaubern verantwortlich sein.“ Besonders interessant an dieser Ausrede sei, dass die norddeutschen Bundesländer Niedersachsen, Bremen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Hamburg aber durchwegs im gesamten Juli Schulferien haben. „Offenbar sucht Kresse die Fehler immer nur bei anderen, anstatt endlich über die eigenen Fehler nachzudenken“, so der FPÖ-Chef.

Die Politik müsse nun die geplante Milliardeninvestition am Klagenfurter Flughafen bestmöglich unterstützen, da es sich dabei auch um eine große Chance für den Tourismus handelt. „Die Pläne für den Flughafen könnten bei einer gemeinsamen Vorgehensweise zwischen Geldgebern und Politik zu einer tragenden Säule der Kärntner Wirtschaft und des Tourismus für die kommenden Jahrzehnte werden und mittelfristig für die Schaffung von tausenden neuen Arbeitsplätzen sowie eine große Wertschöpfung für ganz Kärnten sorgen“, so Darmann. Es sei bedauerlich, wenn SPÖ-Politiker – wie heute Landesrätin Sara Schaar in einem Interview – am Flughafenprojekt ohne Kenntnis von Details sofort Kritik üben. „Das Land Kärnten und die Stadt Klagenfurt sollten sich als servicierende und nicht als blockierende Einrichtung gegenüber der Wirtschaft sehen“, betont Darmann, der auf das positive Beispiel der Milliardeninvestition von Infineon in Villach verweist.