6500 Fahrzeuge täglich: Umfahrung Lavamünd muss kommen!

Die warnenden Worte der besorgten Eltern in Lavamünd blieben bisher ungehört. Seit Jahren versucht man das Verkehrschaos zu beseitigen – erfolglos. Für den Vorschlag einer dringend nötigen Umfahrung kamen bisher nur Absagen. An den Schulen rollen täglich zahllose Lkw vorbei. Kinder haben nicht einmal die Möglichkeit, sicher über die Straße zu gelangen. Ebenso ist der täglich rollende Schwerverkehr gesundheitsschädigend.

Der Kärntner FPÖ-Chef Gernot Darmann und Landtagsabgeordneter Harald Trettenbrein fordern neuerlich, dass sich die Kärntner Landesregierung endlich zu einer Umfahrung für Lavamünd bekennt. „Der Schwerverkehr in Lavamünd schädigt die Gesundheit der ortsansässigen Bevölkerung. Diese Tatsache bestätigen auch mehrere Ärzte. Besonders Kinder werden durch die Feinstaubbelastung und die enorme Lärmbelästigung in ihrer Gesundheit geschädigt und müssen mit Medikamenten und Sprays therapiert werden. Dieser Umstand ist untragbar für die Bevölkerung von Lavamünd“, kritisiert Darmann.

Landtagsabgeordneter Harald Trettenbrein sieht in diesem Zusammenhang erhebliche Verfehlungen der Regierungsparteien SPÖ und ÖVP: „Landeshauptmann Kaiser und Landesrat Gruber nehmen keine Gesprächstermine mit den Betroffenen wahr und lassen die Bevölkerung im Stich. Gesundheitsreferentin Prettner weigert sich bis dato zudem eine Stellungnahme betreffend Gesundheitsschäden durch Lärm und Feinstaub abzugeben.“ Die FPÖ hat mehrere Anträge im Kärntner Landtag eingebracht, um eine Umfahrungslösung für Lavamünd zu erwirken. „Leider wurden unsere Initiativen bis dato nicht behandelt. Der zuständige ÖVP-Ausschussobmann Ferdinand Hueter will den Problemen der Lavamünder Bevölkerung die nötige Aufmerksamkeit anscheinend auch nicht schenken. Er spricht im Gegenteil ganz offen von einer Geisterumfahrung, die niemand braucht“, beanstandet Trettenbrein.

Lärmschutzmaßnahmen entlang der Lavamünder Straße gefordert

Im Zuge dieser Diskussion macht auch der 3. Landtagspräsident Josef Lobnig einen Vorstoß in Sachen Lärmschutz für die Bevölkerung entlang der Lavamünder Straße (B80). Auch hier ist der LKW-Verkehr massiv angestiegen, was mit einer unmittelbaren Gefährdung der Verkehrssicherheit einher geht. „Die permanente Lärmbelästigung ist für die Bevölkerung der Ortschaften Dobrowa, St. Nikolai, Untermitterdorf, St. Radegund, Eis und Wunderstätten an der Drau eine Zumutung. Die Landesregierung ist hier dringend gefordert die entsprechenden Gegenmaßnahmen im Einvernehmen mit den Anrainern zu setzen“, so Lobnig.