FPÖ: Kärntner Bus- und Bahnoffensive endlich in Umsetzung bringen

ÖVP und Grüne müssen Verzögerungstaktik ad acta legen

„Seit Jahren fordert die FPÖ ein günstiges Kärntner Jahresticket für Bus und Bahn um maximal 365 Euro. Im Zuge der Debatte zum Landesbudget 2021 haben wir diese Forderung bekräftigt und mittels Antrag die budgetäre Bedeckung nochmals eingefordert. Vor allem unsere Senioren wünschen sich dieses preiswerte Kärnten-Ticket, denn für diese Bevölkerungsgruppe kostet es derzeit trotz Ermäßigung 1.000 Euro im Jahr.

Während andere Bundesländer schon längst ein Jahrestickets zu einem Preis von rund 365 Euro anbieten, hinkt Kärnten bei der Umsetzung hinterher. Es muss zudem allen Verantwortungsträgern, insbesondere Ministerin Gewessler und LR Schuschnig klar sein, dass zuerst die von der Bundesregierung versprochenen erschwinglichen Bundesländertickets eingeführt werden müssen, um die Mobilität im täglichen Leben zu fördern. Schuschnig und seine Kurz-ÖVP müssen ihre Verantwortung wahrnehmen und eine Umsetzung endlich vorantreiben. Ein stetiges Hin- und Herschieben der Verantwortung zwischen Bund und Land ist als reine Verzögerungstaktik zu werten“, so der Kärntner FPÖ-Chef Gernot Darmann.

Lärmbelastung minimieren

In diesem Zusammenhang drängt Darmann erneut auf eine rasche Umsetzung eines Nachtfahrverbots für laute Güterzüge und eine Tempo-50-Beschränkung im Ortsgebiet, um die Lärmbelastung im Zentralraum Kärnten und somit die Belastung für die Anrainer und die Tourismuswirtschaft zu minimieren.

Beschluss: 1,5 Mio. Lärmschutzfonds gegen Bahnlärm

FPÖ: Eigene Gütertrasse planen

Die Landesregierung hat beschlossen, dass ein Lärmschutzfonds eingerichtet wird. Damit will man Gemeinden unterstützen, die Lärmschutzmaßnahmen entlang von Bahnstrecken errichten wollen. Der Fonds ist mit 1,5 Millionen Euro dotiert. Unterstützt werden durch den Fonds sowohl die nötigen Grob- und Detailplanungen als auch bauliche Maßnahmen. Viele Projekte sind in den vergangenen Jahren ins Stocken geraten, da sich die Gemeinden die nötige Kofinanzierung nicht leisten konnten.

Die FPÖ fordert seit Jahren einen wirksamen Lärmschutz ein. „Seitens der FPÖ fordern wir seit Jahren einen wirksamen Lärmschutz ein, da der Güterverkehr im Zentralraum weiter in die Höhe schnellt und die Belastung für die Anrainer und die Tourismuswirtschaft immer unerträglicher wird. Die ÖVP-Grüne-Bundesregierung schläft leider beim Thema Bahnlärm vor sich hin und auch in der Landesregierung war bisher von Kraftanstrengungen nichts zu merken. Die Forderungen der Bürgerinitiative sind ja seit langem am Tisch, wurden aber bisher nicht umgesetzt.

200.000 Bürger von Bahnlärm betroffen

Neben stärkeren Lärmschutzmaßnahmen an der Strecke, muss aber auch endlich eine eigene Güterverkehrstrasse fertig geplant und zügig umgesetzt werden. Als kurzfristige Maßnahmen gegen den Bahnlärm könnte die Regierung eine Tempo 50-Beschränkung für Güterzüge im Ortsgebiet und ein Nachtfahrverbot für laute Güterzüge sofort umsetzen. Das würde die massiven Lärmeinwirkungen auf die 200.000 betroffenen Bürger deutlich minimieren“, verweist der Kärntner FPÖ-Chef Gernot Darmann auf diesbezügliche Forderungen der FPÖ.

 

Fahrplanwechsel 2020/21 bringt mehr Taktung bei Bus und Bahn

FPÖ-Darmann: Endlich günstige Jahrestickets einführen

Eine Umfrage unter der Bevölkerung zum öffentlichen Verkehr zeigt auf, dass mehr Verbindungen in der Früh, am Abend und am Wochenende gewünscht sind. Im öffentlichen Verkehr sind massive Rückgänge bei den Fahrgästen zu verzeichnen. Aber gerade jetzt ist es notwendig, das Angebot für die Zukunft und die Zeit nach der Pandemie auszubauen. Auch will man mehr Menschen zum Umsteigen auf die Öffis motivieren.

Mit dem neuen Fahrplan 2020/21, der ab dem 13. Dezember 2020 in Kraft tritt, wird das Angebot im Schienenverkehr vor allem frühmorgens und abends massiv ausgeweitet und bietet Pendlern und Schülern damit deutlich mehr Flexibilität. Mit dem Paket gibt es erstmals auch am Wochenende einen einheitlichen Stundentakt auf fast allen S-Bahn-Linien. Neben den Verbesserungen im Schienenverkehr wird mit dem Fahrplanwechsel auch das Busangebot massiv ausgeweitet. Zusätzlich dazu sichert auch der frühe Morgenkurs erstmals die Anbindung an den ersten Railjet Richtung Wien. Davon werden vor allem die Berufspendler profitieren.

Eigenes Senioren-Jahresticket, um kostengünstig mobil zu sein

Der Kärntner FPÖ-Chef Gernot Darmann begrüßt die Erhöhung der Frequenz, fordert aber günstigere Tarife in Kärnten. „Es ist positiv, wenn das Verkehrsangebot verbessert wird. Aber das kann nur ein Anfang sein. Kärnten muss die von der FPÖ seit Jahren geforderte Bus- und Bahnoffensive umsetzen, Verbindungen verbessern und endlich die teuren Fahrpreise senken! Während in anderen Bundesländern Jahrestickets nur mehr 365 Euro im Jahr kosten, müssen die Kärntner sogar für kürzere Strecken über 1.000 Euro und für ganz Kärnten über 2000 Euro im Jahr zahlen. Wir fordern seitens der FPÖ ein Jahresticket für alle öffentlichen Verkehrsmittel zu einem Preis von maximal 365 Euro im Jahr und darüber hinaus Vergünstigungen für die rund 120.000 Seniorinnen und Senioren in Kärnten. Speziell die Mindest-Pensionisten sollen von so einem eigenem Senioren-Jahresticket profitieren und kostengünstig mobil sein“, so Darmann.

6500 Fahrzeuge täglich: Umfahrung Lavamünd muss kommen!

Die warnenden Worte der besorgten Eltern in Lavamünd blieben bisher ungehört. Seit Jahren versucht man das Verkehrschaos zu beseitigen – erfolglos. Für den Vorschlag einer dringend nötigen Umfahrung kamen bisher nur Absagen. An den Schulen rollen täglich zahllose Lkw vorbei. Kinder haben nicht einmal die Möglichkeit, sicher über die Straße zu gelangen. Ebenso ist der täglich rollende Schwerverkehr gesundheitsschädigend.

Der Kärntner FPÖ-Chef Gernot Darmann und Landtagsabgeordneter Harald Trettenbrein fordern neuerlich, dass sich die Kärntner Landesregierung endlich zu einer Umfahrung für Lavamünd bekennt. „Der Schwerverkehr in Lavamünd schädigt die Gesundheit der ortsansässigen Bevölkerung. Diese Tatsache bestätigen auch mehrere Ärzte. Besonders Kinder werden durch die Feinstaubbelastung und die enorme Lärmbelästigung in ihrer Gesundheit geschädigt und müssen mit Medikamenten und Sprays therapiert werden. Dieser Umstand ist untragbar für die Bevölkerung von Lavamünd“, kritisiert Darmann.

Landtagsabgeordneter Harald Trettenbrein sieht in diesem Zusammenhang erhebliche Verfehlungen der Regierungsparteien SPÖ und ÖVP: „Landeshauptmann Kaiser und Landesrat Gruber nehmen keine Gesprächstermine mit den Betroffenen wahr und lassen die Bevölkerung im Stich. Gesundheitsreferentin Prettner weigert sich bis dato zudem eine Stellungnahme betreffend Gesundheitsschäden durch Lärm und Feinstaub abzugeben.“ Die FPÖ hat mehrere Anträge im Kärntner Landtag eingebracht, um eine Umfahrungslösung für Lavamünd zu erwirken. „Leider wurden unsere Initiativen bis dato nicht behandelt. Der zuständige ÖVP-Ausschussobmann Ferdinand Hueter will den Problemen der Lavamünder Bevölkerung die nötige Aufmerksamkeit anscheinend auch nicht schenken. Er spricht im Gegenteil ganz offen von einer Geisterumfahrung, die niemand braucht“, beanstandet Trettenbrein.

Lärmschutzmaßnahmen entlang der Lavamünder Straße gefordert

Im Zuge dieser Diskussion macht auch der 3. Landtagspräsident Josef Lobnig einen Vorstoß in Sachen Lärmschutz für die Bevölkerung entlang der Lavamünder Straße (B80). Auch hier ist der LKW-Verkehr massiv angestiegen, was mit einer unmittelbaren Gefährdung der Verkehrssicherheit einher geht. „Die permanente Lärmbelästigung ist für die Bevölkerung der Ortschaften Dobrowa, St. Nikolai, Untermitterdorf, St. Radegund, Eis und Wunderstätten an der Drau eine Zumutung. Die Landesregierung ist hier dringend gefordert die entsprechenden Gegenmaßnahmen im Einvernehmen mit den Anrainern zu setzen“, so Lobnig.