NÖ-Wahlen: Achtungserfolg für Michael Schnedlitz (FPÖ) in Wiener Neustadt

Die ÖVP dominierte bei den Gemeindesratswahlen in Niederösterreich. Sie kam auf über 50 Prozent und legte um 2,4 Prozentpunkte zu. Die Türkisen konnten mehrere SPÖ-Hochburgen erobern und so für schmerzhafte Verluste bei den Sozialdemokraten sorgen. Vor allem in den Städten waren sie stark.

Erwartet schlecht gingen die Wahlen für die SPÖ aus. In der Mehrheit der Kommunen hatten die Roten ein Minus vor dem Ergebnis stehen. Besonders schmerzhaft sind die Verluste in den einstigen Hochburgen Wiener Neustadt und Amstetten. Jubel hingegen gab es bei den Grünen, die ihr letztes Ergebnis um 1,4 Prozent steigern konnten und auf knapp 6 Prozent kamen. Weiterhin schwach blieben die Neos, für die der ländliche Raum ein hartes Pflaster bleibt. Sie kamen insgesamt nur auf 1,3 Prozent.

Gutes Ergebnis der FPÖ nach Vernichtungsfeldzug

Die FPÖ kam auf knapp 6 Prozent und konnte in vielen Gemeinden respektable Ergebnisse erzielen, Mandate dazugewinnen, weiße Flecken schließen und erstmals eine freiheitliche Kraft im Gemeinderat sicherstellen. „Trotz des monatelangen medialen und politisch motivierten Vernichtungsfeldzuges gegen die FPÖ, gegen unsere Mitglieder und gegen unsere Funktionäre konnten wir bei der heutigen Gemeinderatswahl ein respektables Ergebnis sicherstellen. Man kann von einer leichten Stabilisierung sprechen, auch wenn wir das Vertrauen der Wähler noch nicht ganz zurückgewinnen konnten“, sagt FPÖ Landespartei- und Klubobmann Udo Landbauer. Die FPÖ NÖ betont, dass natürlich auch der Bundestrend eine Rolle gespielt hat.

Dass die FPÖ regieren kann, sieht man am Beispiel von Wiener Neustadt. Hier konnte die FPÖ mit einem Plus von rund 2,4 Prozent ein weiteres Mandat dazugewinnen. Die Bürger haben die kontinuierliche und harte Arbeit in Wiener Neustadt belohnt. Das ist auch ein Achtungserfolg des Bürgermeister-Stellvertreters Michael Schnedlitz. „Mit dem morgigen Tag setzen wir in den Gemeinden die Arbeit für unsere Bürger fort und überall dort, wo wir die Möglichkeit haben, mitzuregieren, werden wir das tun“, so Landbauer.

 

 

 

 

 

 

SPÖ dominiert Landtagswahl im Burgenland

FPÖ-Chef Hofer für Fortsetzung der rot-blauen Koalition

Daran gibt es nichts zu rütteln, die SPÖ hat bei der Landtagswahl im Burgenland einen Erdrutschsieg eingefahren. Landeshauptmann Hans Peter Doskozil holte mit seiner Partei laut vorläufigem Ergebnis 49,94 Prozent und hat damit die absolute Mehrheit im Landtag inne. Die SPÖ wird zukünftig mit 19 Mandataren im Landtag vertreten sein und könnte alleine regieren.

Die ÖVP hingegen konnte den Rückenwind aus dem Bund kaum nutzen: Die Volkspartei kommt auf 30,3 Prozent und liegt damit nur 1,2 Prozentpunkte über dem Ergebnis von 2015. Sie schneidet um sieben Prozentpunkte schlechter ab als noch bei der Nationalratswahl. Die Grünen haben es im Burgenland weiterhin schwer und stagnieren. Es gab nur ein minimales Plus von 0,5 Prozent. Sie kommen auf knapp sieben Prozent. Pech auch für die NEOS, mit nur knapp 2 Prozent verfehlen sie den Einzug in den Landtag.

28,4 Prozent für FPÖ in Heimatgemeinde von Johann Tschürtz

Die FPÖ brachte es auf knapp 10 Prozent. In Loipersbach, der Heimatgemeinde von FPÖ-Spitzenkandidat und LH-Stv. Johann Tschürtz war sie mit 28,4 Prozent am erfolgreichsten und erreichte einen kleinen Zugewinn von 0,5 Prozent. Auch in Bildein gab es ein leichtes Plus.

Erfolgreiche Regierungsarbeit der SPÖ-FPÖ Koalition

Auch wenn die Freiheitlichen Stimmen verloren haben, spricht alles für eine Fortsetzung der SPÖ-FPÖ Koalition. „Die Regierungsarbeit war erfolgreich und ich gehe davon aus, dass viele Menschen, welche die Liste Doskozil gewählt haben, sich ein Fortsetzen der erfolgreichen Zusammenarbeit wünschen“, so FPÖ-Bundesparteiobmann Norbert Hofer. Das Ergebnis ist kein Grund in Selbstmitleid zu verfallen, sondern ein klarer Auftrag weiterzuarbeiten. Auch sieht er darin eine Ernüchterung für Schwarz-Grün.