Lockdown-Folgen: Österreich erleidet stärksten Wirtschaftseinbruch in der EU

FPÖ-Hofer: Regierung muss Augenmerk auf Wiederaufbau des Landes richten

Österreich kommt wirtschaftlich besonders schlecht durch die Pandemie. Zwar war schon länger klar, dass sich die Lockdowns und Reisebeschränkungen wegen des großen Anteils des Tourismus besonders negativ auf die Wirtschaftsleistung auswirken, doch die Tiefe der Rezession überrascht doch. Österreichs Wirtschaft ist jene, die von Oktober bis Dezember mit einem Minus von 4,3 Prozent gegenüber dem dritten Quartal in der EU am stärksten eingebrochen ist. Die EU ist mehr als achtmal weniger geschrumpft als Österreich.

„Österreich ist besser durch die Krise gekommen als viele andere Länder.“ Mit dieser Aussage wirbt Bundeskanzler Sebastian Kurz gerne für die Maßnahmen der Bundesregierung in der Corona-Pandemie. „Die besorgniserregende Statistik beweist jedoch unsere Meinung, dass Österreich durch die harten Lockdown-Maßnahmen an die Wand gefahren wird“, erklärt FPÖ-Bundesparteiobmann Norbert Hofer, der auch darauf hinweist, dass der Abwärtstrend unvermindert weitergehe, weshalb es höchst an der Zeit sei, den wirtschaftlichen Wiederaufbau des Landes in Angriff zu nehmen.

Drohende Insolvenzwelle

Seit Monaten warnt bereits die Nationalbank vor einer drohenden großen Insolvenzwelle, die 2021 und 2022 im Schnitt rund zehn Prozent der Wirtschaftsbetriebe in die Pleite reißen werde. Im Bereich von Tourismus sowie der Kultur- und Eventbranche werden der Nationalbank-Prognose zufolge rund ein Drittel der Betriebe nicht überleben. Es sei daher das Gebot der Stunde, den Blick nach vorne zu richten, um diese Prognose noch abzuwenden. „Wir brauchen nun klare Strategien. Dazu gehören eine Entbürokratisierungsoffensive sowie Investitionen der öffentlichen Hand im Bereich der Verkehrsinfrastruktur. Steuererhöhungen darf es keine geben, die Unternehmen sind durch die Lockdowns bereits zu schwach, um auch noch mehr Steuern bezahlen zu können. Durch die gestiegene Arbeitslosigkeit ist auch der finanzielle Druck auf die Menschen im Land gestiegen, weshalb auch diese Steuererhöhungen nicht verkraften“, erklärt Norbert Hofer, der die Regierung auffordert, rasch zu handeln.

Der FPÖ-Bundesparteiobmann schlägt einen Krisengipfel mit den wesentlichen österreichischen Wirtschaftskapitänen, Experten und Vertretern der Parteien vor. „Dieser Krisengipfel muss rasch einberufen werden, um Strategien zu erarbeiten. Für die Langzeitentwicklung erneuert Hofer seine Forderung nach einer Neuauflage des „Österreich-Konvents“. Dieses Gremium soll eine klare Kompetenzverteilung zwischen Bund und Ländern vornehmen und verwirrende und teure Doppelgleisigkeiten abstellen oder die Finanzierung der staatlichen Leistungen wie etwa dem Gesundheitswesen auf völlig neue Beine stellen. Hier ist auch die Pflegefinanzierung mit zu berücksichtigen. Einnahmen- und Ausgabenverantwortung sind zu bündeln und direktdemokratische Rechte müssen ausgebaut werden. Insgesamt soll der Staat transparenter und effizienter werden.

Wirte sperren heute ihre Lokale auf

FPÖ-Hofer: Volle Unterstützung für Protest-Aktion der Wirte

Auch im Februar muss die Gastronomie geschlossen bleiben. Ca. 150 Wirte sperren heute aus Protest auf – allerdings ohne Gäste zu bewirten. Die Gastronomie ist seit Anfang November geschlossen. Klar, Wirte dürfen Lieferdienste anbieten, aber Gäste im eigenen Haus zu bewirten, ist aufgrund der Lockdown-Verlängerung noch bis mindestens März verboten. Es ist „5 vor 12“, sagen nun zahlreiche Gastronomen aus Wien und dem Rest des Landes.

Mit Grabkerzen in den Fenstern senden sie ein Zeichen an die Bundesregierung und haben die volle Unterstützung von FPÖ-Bundesparteiobmann Norbert Hofer: „Es ist wirklich nicht zu verstehen. Die Gastronomen haben schon im ersten Lockdown im Vorjahr ihre Lokale so gestaltet, dass ein sicherer Besuch dieser Orte möglich ist. Es gibt auch keinen einzigen Cluster, der an diesen Orten entstanden ist. Das gilt im Übrigen auch für Hotels, die in Sachen Wiedereröffnung von der schwarz-grünen Regierung ebenfalls auf die lange Bank geschoben wurden.“

Das Problem der Gastro-Schließung liegt für Hofer im Umstand, dass die Menschen dadurch aus dem öffentlichen in den privaten Raum vertrieben würden. Seit drei Monaten mittlerweile gebe es für die Menschen keine Möglichkeit, einen Kaffee, ein Mittag- oder Abendessen zu konsumieren. „Die Menschen brauchen ihre sozialen Kontakte. Wenn sie diese nicht in der Gastronomie unter erprobten und funktionierenden Sicherheitsmaßnahmen bekommen, dann treffen sie sich eben in ihren Wohnungen und Häusern, wo es keinerlei Garantie gibt, dass Abstände eingehalten und Masken getragen werden.“

Cafés, Wirtshäuser und Restaurant werden grundlos in den Ruin getrieben

Wenn nun ab dem 25. Jänner 2021 das Tragen von FFP2-Masken in öffentlichen Verkehrsmitteln sowie beim Einkaufen vorgeschrieben werden, mache es erst recht keinen Sinn, warum die Gastronomie und Hotellerie durch die Lockdown-Verlängerung weiter in den Ruin getrieben würden, so Hofer: „Einer Simulation der Nationalbank zufolge wird rund ein Drittel der Gastronomie- und Hotel-Betriebe in diesem und im nächsten Jahr aufgeben müssen – in dieser Berechnung ist weder der aktuelle, noch der kommende Lockdown berücksichtigt. Die Politik der Bundesregierung wird in diesen Sparten eine noch nie dagewesene Pleite- und Arbeitslosigkeitswelle auslösen. Es ist daher mehr als verständlich, dass die Gastronomen mit ihrer Protest-Aktion auf ihre Notsituation aufmerksam machen. Ich hoffe, die Regierung hört diese Alarmrufe.“

Tourismusschließung bringt auch Zulieferer in Not

FPÖ fordert Umsatzersatz auch für Zulieferbetriebe

Die heimischen Zulieferer der Gastronomie und Hotellerie sind enorm von den COVID-19-Maßnahmen, insbesondere dem zweiten Lockdown, betroffen. Das erneute Zusperren gefährdet viele Unternehmen in ihrer Existenz und damit Arbeitsplätze. Da Wäschereien, Textilreinigungen, Putzereien und andere Zulieferer nicht behördlich geschlossen wurden, erhalten sie kaum Ersatzleistungen. Für Produzenten und Lieferanten, die besonders von der Gastronomie und Hotellerie wirtschaftlich abhängig sind, wird die Luft daher immer dünner.

Bis zu 100 Prozent Umsatzverlust

„Bundes- und Landesregierung müssen den Gastro-Zulieferbetrieben, die auf Grund der von der Bundesregierung angeordneten Schließung von Hotels, Pensionen, Restaurants und Wirtshäusern teilweise sogar bis zu 100 Prozent der Umsätze verlieren, endlich helfen. Hier geht es unter anderen um Kärntner Getränkelieferanten, Brauereien, Molkereien, Bauern, Fleischhauer oder Bäcker und Dienstleister wie etwa Wäschereien oder Handwerker, die dringend aufgefangen werden und eine angemessene finanzielle Entschädigung erhalten müssen“, stellt der Kärntner FPÖ-Chef Gernot Darmann fest.

Laut Darmann sei es unverantwortlich, dass viele kleine Betriebe in Kärnten im Bereich der „Gastro-Zulieferung“, aber auch größere Betriebe wie etwa die Kärntner Brauereien oder Molkereien, von Bundes- und Landesregierung einfach im Regen stehen gelassen werden. Als Beispiel nennt der Kärntner FPÖ-Wirtschaftssprecher Dietmar Rauter auch die Kärntnermilch, wo die Umsatzausfälle auf Grund des von der Bundesregierung angeordneten Gastronomie-Lockdowns auch die Kärntner Milchbauern treffen.

„Die Kärntner FPÖ fordert auch im Sinne der betroffenen tausenden Kärntner Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ein Maßnahmen-Paket der Bundes- und Landesregierung für die Kärntner Gastro-Zulieferbetriebe. Wir werden in der nächsten Landtagssitzung am 17. Dezember 2020 eine diesbezügliche Initiative starten und hoffen, dass auch SPÖ und ÖVP in Kärnten die dringend notwendige Forderung eines fairen Ausgleiches für die Umsatzeinbußen im Sinne der Kärntner Unternehmen, der Arbeitnehmer und der Bauern unterstützen“, so Darmann und Rauter.

Investitions- und Konjunkturkonferenz im Zeichen des Lockdowns

Dramatisch gefährdete Branchen

Bei der Investitions- und Konjunkturkonferenz zeigte sich ein durchwachsenes Bild der Kärntner Wirtschaft. Es gibt viele Unsicherheiten und einzelne immer noch dramatisch gefährdete Branchen. Wie Wirtschaftskammerpräsident Jürgen Mandl betonte, sei die Konjunkturentwicklung seit dem ersten Lockdown im März akzeptabel verlaufen, jedoch trübe sie sich jetzt auch im bisher stabilen Bau- und Baunebengewerbe.

Dieses Bild zeigt sich bei den Ingenieurbüros, aber auch in anderen vorgelagerten Branchen. Der Handel sorgt sich wegen des Weihnachtsgeschäfts, der Tourismus bangt um die Wintersaison, beim Transport sei besonders die Taxibranche betroffen, die – wie etwa die Eventbranche, die Reisebüros oder die Bussparte – seit März kaum Geschäft mache. In der Industrie gibt es hingegen unterschiedliche Entwicklungen. Die Autozulieferer leiden unter der Gesamtsituation, während die pharmanahen Bereiche eine gute Auslastung verbuchen können.

Der Kärntner FPÖ-Chef Gernot Darmann begrüßt es, dass jetzt verstärkt öffentliche Aufträge an die Betriebe gehen sollen. „Dabei müssen aber vom Land Kärnten, wo immer es möglich ist, ausschließlich Kärntner Unternehmen beauftragt werden. Das fordert die FPÖ unabhängig von der Corona-Krise schon seit Jahren ein. Auch Investitionen in den Kärntner Gemeinden sind ein Turbo für Investitionen in die Wirtschaft. Damit können Arbeitsplätze erhalten, neue geschaffen und Einkommen sichergestellt werden. Die Wirtschaft braucht jetzt Aufträge wie die Luft zum Atmen. Gesicherte Arbeitsplätze und das damit verbundene Einkommen stellen den wichtigsten Teil des Wirtschaftsmotors dar.

FPÖ: 1000-Euro-Gutschein um Arbeitsplätze zu sichern

Die FPÖ fordert daher auch seit Monaten einen 1000-Euro-Österreich-Gutschein für alle Österreicherinnen und Österreicher, da dieses Geld 1:1 bei den heimischen Betrieben vom Einzelhandel bis zur Gastronomie ankommen würde und damit Arbeitsplätze sichert“, erklärt Darmann, der auch auf die vielen FPÖ-Initiativen zum Erhalt der Arbeitsplätze im Landtag verweist.

KWF: Förderkriterien einfacher machen!

Massiv überzogene Bürokratie und teils weltfremde Kriterien

Busunternehmen, Reisebüros, Veranstalter, Gastronomiebetriebe: Die Zahl der von Corona stark betroffenen Branchen ist groß. Unterstützungspakete des Bundes wurden zwar geschnürt, doch sind die Hürden vor allem für Klein- und Mittelbetriebe oftmals zu hoch.

Auf die Ankündigung von LHStv. Gaby Schaunig, den Finanzrahmen des Kärntner Wirtschaftsförderungsfonds KWF zur Bedeckung des Stabilisierungsfonds für 2020 zu verdoppeln und für 2021 aufzustocken, reagieren Kärntens FPÖ-Chef Gernot Darmann sowie FPÖ-Wirtschaftssprecher Dietmar Rauter skeptisch. „Bezugnehmend auf die negativen Erfahrungen der Kärntner Unternehmen mit der massiv überzogenen Bürokratie und den teils weltfremden Kriterien zur Erlangung einer Unterstützung aus dem KWF wird die Aufstockung des KWF-Finanzrahmens für die KMU nichts als eine wertlose Ankündigung sein“, zeigen sich Darmann und Rauter überzeugt.

Zugang für Unternehmen ohne Rechtsabteilung möglich machen

„Vielmehr wäre es notwendig, im gleichen Zug den Zugang auch für Unternehmen ohne eigene Rechtsabteilung möglich zu machen und dafür die Kriterien endlich zu vereinfachen“, schlägt Darmann vor. Gerade für Kleinstunternehmen sowie die 20.000 Ein-Personen-Unternehmen wäre eine finanzielle Unterstützung von Seiten des Landes Kärnten und dem KWF wichtig.

„Seit Monaten setzt die FPÖ Initiativen, bringt Vorschläge im Kärntner Landtag ein und hat auch die Landesregierung aufgefordert, rechtzeitig aktiv zu werden. Bis dato jedoch vergebens“, erinnern Darmann und Rauter. Beide pochen darauf, „endlich entsprechende Maßnahmen zu setzen, um die notwendigen finanziellen Förderungen für Klein und Mittelbetriebe nicht an der überbordenden Bürokratie scheitern zu lassen.“

 

Corona: Jetzt droht Insolvenzlawine!

Krenn: Schuldenschnitt für Betriebe muss kommen!

Die aktuelle Situation bringt für viele Unternehmen in Kärnten, egal ob groß oder klein, wirtschaftliche Herausforderungen mit sich. Die Freiheitliche Wirtschaft fürchtet wegen der Corona-Krise eine staatlich begünstigte Insolvenzverschleppung! Bisher wurden seitens der Republik Haftungsvolumina für Klein- und Mittelunternehmen allein aus AWS und ÖHT in Höhe von EUR 2,5 Mrd. ausgestellt. In Summe stellten österreichische Banken für ca. 17.000 Unternehmen einen Antrag auf Haftungsübernahmen durch die Republik für die von ihnen gewährten Kredite. FW-Bundesobmann und WKO-Vizepräsident Matthias Krenn, weist nun darauf hin, dass die Ausgestaltung der Haftungen und damit der Kredite für die betroffenen Unternehmen eine existenzbedrohende Schuldenfalle darstellen werde. Sowohl die Laufzeiten der Haftungen und der Kredit, als auch der Rückführungszeitraum sind schlichtweg zu kurz, weshalb 2021 eine Insolvenzlawine droht.

Krenn dazu: „Die Pandemie wird Österreichs Unternehmen leider noch länger beschäftigen als erwartet. Die erwartete Regenerationszeit hat sich zwischenzeitlich auf 15 Monate erhöht, Tendenz steigend. Das bedeutet, dass die Unternehmen erst im Oktober 2021 wieder so agieren können wie vor der Krise. Bis dahin fallen aber immense Rückzahlungen für all jene an, die Staatshilfen und Stundungen in Anspruch genommen haben und das sind zwei Drittel der heimischen Betriebe. Da nun sogar noch längere Auswirkungen der Pandemie zu befürchten sind, stellt sich eine wesentliche Frage umso dringender – können die Unternehmen die Kredite überhaupt zurückzahlen?“

Die Rückführung der Kredite nach Ablauf des tilgungsfreien Zeitraums ist aufgrund des kurzen Tilgungszeitraums für viele Unternehmer nicht möglich. Besonders schwierig ist die Situation in der Gastronomie und der Hotellerie, wo es “historisch gesehen die geringste Eigenkapitalquote beziehungsweise den höchsten Verschuldungsgrad” gibt. Betroffene Unternehmen würden in den nächsten Jahren die Rückführungen der aufgenommenen Kredite nicht gewährleisten können – es sei denn, die Laufzeiten werden angepasst! Das löst aber nicht das Problem, sondern verschiebt es nur, erörtert Krenn.

Existenz statt Insolvenz!

Unternehmer brauchen Zukunftsaussichten und positive Motivation. Die Schuldenlast, die viele Unternehmer coronabedingt und somit unverschuldet tragen, über Jahre weiter zu schleppen, steht diesem Ziel entgegen. Statt Überbrückungskredite und Umschuldungen sollte man daher als neuen Ansatz in der Krisenbewältigung einen Schuldenschnitt ernsthaft in Betracht ziehen. Diesen fordert die Freiheitliche Wirtschaft für all jene Fälle, in denen es wirtschaftlich Sinn ergibt, „denn wir wollen Existenzen sichern und keine Insolvenzen fördern“, so Krenn.

Lockdown: Tourismus „unter Schock“

Tausende Unternehmen vor dem Aus

Die Bundesregierung hat neue Beschränkungen verkündet. Unter anderem werden Hotels und Gastronomie geschlossen. Kärntens Tourismusbranche stehe unter Schock, so die Wirtschaftskammer. Mit dem angekündigten zweiten Lockdown werde tausenden Unternehmen die Existenzgrundlage entzogen. 5.500 Betriebe mit rund 30.000 Beschäftigten stehen vor massiven Existenznöten.

FPÖ: Neuerlicher Lockdown völlig überzogene Maßnahme

„Die Kärntner Zahlen geben einen neuerlichen Lockdown mit Ausgangssperren und einer enormen Schädigung der Wirtschaft und des Arbeitsmarktes sicher nicht her. Wir sind weit entfernt von einer massiven Überlastung des Gesundheitssystems, die solche drastischen Maßnahmen rechtfertigen würde. Daher fordere ich Landeshauptmann Peter Kaiser auf, sich selbstbewusst für Kärnten einzusetzen und Verbesserungen zu verhandeln. Es ist noch nicht vorbei, bis zum Beginn des Lockdowns kann man noch Änderungen im Sinne der Kärntner Unternehmer, der Gastronomie, der Hotellerie, der Veranstalter und aller Arbeitnehmer erreichen“, betont der Kärntner FPÖ-Chef Gernot Darmann in einer Reaktion auf die neuen Covid19-Maßnahmen des Bundes.

Darmann erinnert daran, dass die FPÖ schon immer die Berücksichtigung der regionalen Corona-Entwicklung gefordert hat, statt über ganz Österreich die gleichen Maßnahmen zu verhängen. Stattdessen habe es eine Farce um die Corona-Ampel gegeben, die sofort nach dem Start vom Bundeskanzler wieder im Müllkübel entsorgt wurde. „Entscheidend ist für die FPÖ seit Beginn der Corona-Krise im März der Schutz der allseits bekannten Risikogruppen. Wir haben diesen Schutz unter Nennung konkreter Maßnahmen immer eingefordert, aber von der Regierung wurde nichts unternommen. Erst jetzt wurden laut Aussage von Minister Anschober Maßnahmen zum Schutz insbesondere der Heimbewohner eingeleitet. Wieso ist das nicht bereits in den letzten sechs Monaten passiert?“, fragt Darmann.

Droht Spritpreis-Erhöhung auf vier Euro pro Liter?

Autofahrer-Abzockpläne unter dem Vorwand der ‚Klima-Rettung‘

Bei einer Studie, die der Autofahrerklub ÖAMTC in Auftrag gegeben hat, ist man zu dem Ergebnis gekommen, dass das neue EU-Klimaziel erst bei einem Spritpreis von vier Euro pro Liter erreicht würde. Erst ab diesem Preis für Benzin oder Diesel würden Autofahrten stark genug reduziert, errechnete das Economica Institut für Wirtschaftsforschung. Die Abschaffung des Dieselprivilegs, eine leichte Erhöhung der Mineralölsteuer, Normverbrauchsabgabe sowie eine kilometerabhängige Maut würden nicht reichen. Die durchschnittlichen Gesamtkosten für den Autobesitz würden dadurch bis 2030 um 128 Euro auf 650 Euro im Monat steigen.

Die FPÖ fordert von der schwarz-grünen Regierung samt der grünen Verkehrsministerin eine Kehrtwende für die geplanten Maßnahmen im Regierungsprogramm wie die Abschaffung des sogenannten Dieselprivilegs oder die Einführung einer CO2-Steuer. „Der nach den Berechnungen des Economica Instituts für Wirtschaftsforschung notwendige Spritpreis von vier Euro pro Liter zur Erreichung des neuen EU-Klimaziels lässt auf eine Mega-Abzockerei der Autofahrer schließen, die gerade für Pendler existenzbedrohend wirken wird“, so der FPÖ-Verkehrssprecher Christian Hafenecker.

Weitere tausende Arbeitsplätze in Gefahr

„Allein die Folgen der irrwitzigen Anti-Corona-Regierungspolitik kosten hunderttausenden Bürgern ihre wirtschaftliche Existenz. Es darf daher nicht sein, dass Kurz, Gewessler und Co. mit ihrem ‚links-grün-ideologischen‘ Klimakurs jenen, die noch einen Arbeitsplatz haben und auf das Auto angewiesen sind, den Weg dorthin unleistbar machen sowie damit tausende Arbeitsplätze in der Automobilwirtschaft vernichten. Gerade in der gegenwärtigen Situation wäre es für eine Bundesregierung und eine Verkehrsministerin angebracht, über Entlastungsmaßnahmen oder den Ausbau sowie die Attraktivierung des öffentlichen Verkehrs nachzudenken, anstatt in ‚linksgrüner Doktrin‘ am Kreuzzug gegen die Autofahrer festzuhalten“, so Hafenecker.

Österreichs Wirtschaft erlitt größten Einbruch seit dem Zweiten Weltkrieg

ÖVP setzt weiter auf Panikmache und riskiert Pleitewelle bei Klein- und Mittelbetrieben

Kurzarbeit und Stellenabbau sind zwei weitreichende Folgen der Corona-Krise. Knapp eine halbe Million Österreicher sind arbeitslos. Dabei ist der Höhepunkt der Krise noch nicht überstanden, denn laut Experten droht eine Pleitewelle, die schlimmer werden könnte als die in der Finanzkrise 2008/2009, und die auch länger dauern könnte. Österreichs Wirtschaftsleistung ist im zweiten Quartal des Pandemiejahres um 14,3 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal eingebrochen. Besonders betroffen sind Firmen im Tourismus, im Handel sowie Kleinstunternehmen.

Der freiheitliche Generalsekretär Michael Schnedlitz sieht die laufend durch die FPÖ prognostizierten wirtschaftlichen Folgen der schwarz-grünen Krisen-Misswirtschaft durch den Bericht der Statistik Austria mehr als bestätigt. „Im Prinzip ist es ungeheuerlich, was hier unter dem Deckmantel der Pandemie-Bekämpfung passiert“, so Schnedlitz. „Vor allem den Dienstleistungssektor und die Gastronomie hat es getroffen. Die aktuellen Schikanen mit frühen Sperrstunden und der ‚Meldepflicht‘ in den Lokalen verschärfen die Lage ungemein. Als wäre das nicht genug, gibt es jeden Tag mindestens eine Hiobsbotschaft vom Arbeitsmarkt mit hunderten neuen Arbeitslosen“, erklärt Schnedlitz.

ÖVP will entscheiden, wer überlebt

In die gleiche Kerbe schlägt FPÖ-Wirtschaftssprecher Erwin Angerer: „Zuerst entzieht die schwarz-grüne Regierung ihnen die rechtliche Basis für eine Entschädigung nach dem Epidemiegesetz, dann ergreift man mit dem ‚Lockdown‘ Maßnahmen, die viele Betriebe in den Ruin treiben. Nun setzt Kanzler Kurz dem Ganzen die Krone auf und entscheidet mit seiner ÖVP, welche Unternehmen überleben dürfen und welche nicht“, kritisiert Angerer die jüngsten Entwicklungen und bezieht sich damit auf die Aussage von ÖVP-Arbeitsministerin Christine Aschbacher, die das neue Kurzarbeits-Modell folgend ankündigte: „Es ist nicht das Ziel, Unternehmen künstlich am Leben zu erhalten“. „Es ist alarmierend zu sehen, dass Österreichs Wirtschaft derart lädiert von einer Pandemie in die nächste schlittert und die Regierung künftig mit dem Maß der Gerechten darüber entscheiden will, welches Unternehmen es wert ist gerettet zu werden und welches nicht“, so Angerer.

„Mit der Fortführung einer Politik der Angst- und Panikmacherei und einem krankhaften Herbeireden der ‚zweiten Welle‘ nimmt man nun offensichtlich vielen Branchen in unserem Land den letzten Funken Hoffnung darauf, die Krise doch noch zu überstehen. Die Zahlen der Statistik Austria sind erschreckend. Die Bereiche Beherbergung und Gastronomie beispielsweise verzeichneten den stärksten realen Rückgang, gefolgt vom Unterhaltungs- und Kulturbereich“, erklärt Erwin Angerer.

 

 

Koralmtunnel: Finaler Durchschlag erfolgt

Enormer wirtschaftlicher Impuls für Kärnten!

In der Nordröhre des Koralmtunnels, der Kärnten und die Steiermark verbindet, ist nun der Durchschlag erfolgt. Es war der nächste Meilenstein beim Bau des 33 Kilometer langen Bahntunnels, nachdem bereits im August 2018 der Durchschlag in der Südröhre gefeiert wurde. Die Fertigstellung der Koralmbahn von Graz bis Klagenfurt ist 2025 geplant. Der Spatenstich für den ehemals politisch umkämpften Bau erfolgte bereits 2001.

Als einen „historischen Tag“ bezeichnet der Kärntner FPÖ-Chef Gernot Darmann den Durchschlag im Koralmtunnel. „Die Hartnäckigkeit und die Beharrlichkeit unseres verstorbenen Landeshauptmannes Jörg Haider und der Kärntner Freiheitlichen haben diesen Jahrhundertprojekt für Südösterreich und Kärnten erst möglich gemacht. Mein Dank gilt allen Mineuren, die diesem Projekt im wahrsten Sinn des Wortes ihre Handschrift aufgedrückt haben. Ich wünsche ihnen für die Fertigstellung des Tunnels ein unfallfreies Arbeiten“, so Darmann.

„Wäre es damals nach SPÖ und Grünen gegangen, hätte es das Projekt gar nicht gegeben“, erklärt Darmann und verweist auf die Ablehnung der Kärntner Kofinanzierung des Koralmtunnels durch die damalige SPÖ-Landesrätin Schaunig-Kandut und den jahrelangen massiven Widerstand der Kärntner Grünen gegen den Tunnelbau. „Aber eine späte Erkenntnis ist besser als gar keine. Es gilt nun, in die Zukunft zu schauen. Dieses Jahrhundertprojekt bringt einen dringend notwendigen wirtschaftlichen Impuls für Kärnten, unsere gesamte Wirtschaft und den Arbeitsmarkt“, betont der FPÖ-Chef.

FPÖ: Lärmschutzmaßnahmen nun rasch umsetzen

Die Bundes- und Landesregierung müsse nun dringend für die rasche Umsetzung der bereits versprochenen Lärmschutzmaßnahmen an der bestehenden Zugstrecke von Klagenfurt bis Villach und für die Realisierung einer eigenen Güterverkehrstrasse im Zentralraum sorgen, erklärt Darmann.